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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.weitere öffentliche Akteure >>

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Ländliche Entwicklung
Männer bei der Feldarbeit
© ADA

Zentrales Ziel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) ist die Verringerung der Armut. Obwohl die Armut auch in Städten wächst, lebt der Großteil der benachteiligten Bevölkerung in ländlichen Regionen. Die ländliche Bevölkerung ist in der Regel von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen, verfügt über geringes Einkommen und wenig Beschäftigungsmöglichkeiten. Hunger und Unterernährung, fehlende Basisdienstleistungen wie Gesundheit und Bildung sind weitere Beeinträchtigungen. Es fehlt an sauberem Wasser sowie sozialer und wirtschaftlicher Infrastruktur.

Ressourcen schützen, Potenziale nützen

Noch immer stellt die Landwirtschaft in vielen Schwerpunktregionen und Partnerländern Österreichs für die Bevölkerung die wesentlichste Lebensgrundlage und häufig die einzige Nahrungs- und Einkommensquelle dar. Zahlreiche Programme und Projekte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit konzentrieren sich daher auf die Förderung kleinbäuerlicher Betriebe zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion und Verbesserung der Vermarktung. Dabei ermöglicht ökologische Landwirtschaft die optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen bei gleichzeitiger Erhaltung der Umwelt und Biodiversität. Dies wird unter anderem durch die Nutzung lokalen Wissens, die Entwicklung angepasster Technologien und Methoden, angewandte Forschung sowie die Vermittlung von Information und Beratung unterstützt.

Umfassende Beteiligung

Maßnahmen der ländlichen Entwicklung setzen die Einbindung aller lokalen Akteure – VertreterInnen des öffentlichen und privaten Sektors sowie der Zivilgesellschaft – in politische Prozesse und Entscheidungsfindungen voraus. Kapazitätsentwicklung und Empowerment, vor allem von benachteiligten Bevölkerungsgruppen, sind wesentliche Aktionsbereiche der OEZA.

Gleichberechtigter Zugang zu Land

Die Sicherung des Zugangs zu Grund und Boden sowie das Recht auf die gleichberechtigte Nutzung der natürlichen Ressourcen für alle Bevölkerungsgruppen sind wesentliche Voraussetzungen für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in den zumeist abgelegenen und benachteiligten Regionen der Partnerländer. In den letzten Jahren hat der vermehrte Ausverkauf von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen an zumeist ausländische Investoren (land grabbing) zusätzliche Herausforderungen in der Sicherung von Ernährung sowie bei der Bewahrung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung geführt. Flexible und innovative Spar- und Darlehensformen, Maßnahmen zur Vorsorge und Lagerhaltung, aber auch Formen der sozialen Absicherung der lokalen Bevölkerung werden berücksichtigt, um die Auswirkungen externer, wirtschaftlicher und umweltbedingter Faktoren auszugleichen.