Abwasserentsorgung Rio Ciquito, Leon: dritte und letzte Bauphase.



Projektträger: Ministerio de Relaciones Exteriores - Secretaría de Relaciones Económicas y Cooperación Land: Nicaragua Vertragssumme: € 123.360,00 Beginn: 01.07.2005 Ende: 31.12.2006

Kurzbeschreibung:

Projektziel


1993 wurde von der Städtepartnerschaft Salzburg-León ein Projekt zum Bau eines Abwassersystems in der Gemeinde León initiiert. Das Projekt wurde mit EZA-Mitteln unterstützt, indem eine Machbarkeitsstudie erstellt und seit 1997 der Bau eines Kanalnetzes mitfinanziert wurde. Die zu Beginn errichteten Hauptkanäle wurden in der zweiten Bauphase durch ein breites Netz von Hausanschlüssen ergänzt. Derzeit sind immer noch 50% der angrenzenden Wohnhäuser sowie einzelne Gerbereien und Schlachthöfe nicht an das neue Abwassersystem angeschlossen.


Ziel der nunmehrigen Abschlussphase ist es, eine weitere Einleitung von Abwässern in den Río Chiquito zu unterbinden. Dazu sollen größerer Siedlungen (u.a. Villa 23 de Julio mit ca. 6,000 Einwohnern) an das Kanalsystem angeschlossen werden, und es soll eine neue Schmutzwasserrohrleitungen in der Siedlung 18 de Agosto und entlang der Hauptstrasse von León (Avenida 11 de Julio) sowie eine Sandabscheidevorrichtung für das südliche Abwassernetz gebaut werden.


Außerdem wäre es wichtig, noch fehlende Hausanschlüsse an das Kanalnetz zu installieren. Dafür sucht die Stadtverwaltung León bei der Städtepartnerschaft Zaragoza/Spanien um Unterstützung für einen Kleinkreditfonds an, über den der Bau von ca. 400 Hausanschlüssen für besonders arme Familien vorfinanziert werden wird.


Diese abschließende, von der OEZA zugesagte Bauphase gilt somit der Vervollständigung des städtischen Abwassersystems, um seine Funktionstüchtigkeit und eine tatsächliche Verbesserung der Umwelt- und Hygienesituation in einer der größten Städte des Landes zu ermöglichen. Die endgültige Sanierung des Río Chiquito ist jedoch auch von der Kooperation verschiedener anderer Geber abhängig. Neben den ausstehenden Baumaßnahmen wird in dieser Projektphase besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass im Sinne der Nachhaltigkeit die zukünftige Instandhaltungsverantwortung des nicaraguanischen Wasserinstituts ENACAL verbindlich gesichert wird.

Projektnummer 1345-00/2005
Mittelherkunft OEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.