Armutsbekämpfung und Menschenrechte in Mazedonien



Projektträger: Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte - Forschungsverein (BIM-FV) Land: Macedonia Fördersumme: € 429.000,00 Beginn: 01.08.2006 Ende: 31.10.2008

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das BIM trägt in Kooperation mit UNDP durch die Implementierung des Menschenrechtsansatzes (Human Rights Based Approach - HRBA) zu dem auf den MDGs basierenden Armutsbekämpfungsprozess bei. Basierend auf den "Draft Guidelines on the HRBA in Poverty Reduction" des Büros der United Nations High Commission for Human Rights (UNHCHR), wird der HRBA während Entwicklung, Implementierung und Monitoring auf allen Ebenen eingesetzt und auf seine Tauglichkeit in der Praxis überprüft.


Die Bedeutung des vorgeschlagenen Projektes besteht in der strategischen Implementierung des HRBA, wobei ein bottom-up Prozess der Entwicklungsplanung von der Gemeinde- zur regionalen bis hin zur nationalen Ebene vorgesehen ist. Damit soll sicher gestellt sein, dass die Bedürfnisse der Armen und Benachteiligten Gruppen im NDP identifiziert und berücksichtigt werden. Wesentliche Elemente sind der relevante nationale und internationale Menschenrechtsrahmen, die Prinzipien von Gleichheit und Nicht-Diskriminierung, Respektierung der progressiven Umsetzung der Menschenrechte, Partizipation und Empowerment der Zivilgesellschaft. Das Monitoring auf Basis der im Projektverlauf entwickelten Indikatoren soll zu größerer Verantwortlichkeit der Regierungsstrukturen auf allen Ebenen sowie zur Stärkung der Zivilgesellschaft führen.


Wesentliche Zielgruppen sind die "Local Leadership Groups" (LLGs) in sieben Pilotprojektgemeinden, wo der HRBA im Rahmen der lokalen Entwicklungsplanung eingesetzt wird; sowie zwei Kommissionen zur Regionalen Entwicklungsplanung in zwei Pilotprojektregionen (Vardar und South-West). Hauptzielgruppe auf nationaler Ebene sind RepräsentantInnen der Arbeitsgruppen und Task Forces der Ministerien sowie NRO, die an Entwicklung und Monitoring der Implementierung des NDP mitwirken. Ebenso wird das Nationale Büro für Statistik als Zielgruppe berücksichtigt, um die von im Projektverlauf erarbeiteten Indikatoren zur armutsrelevanten Datensammlung vorzuschlagen.

Projektnummer 8148-00/2005
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.