Armutsminderung durch Berufsausbildung für Flüchtlinge in Aserbaidschan



Projektträger: Hilfswerk Austria International Land: Azerbaijan Fördersumme: € 150.000,00 Beginn: 01.01.2008 Ende: 15.08.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Gegenständliches Projekt dient der beruflichen Qualifizierung von Binnenflüchtlingen in Aserbaidschan, welche im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Armenien und Aserbaidschan in den neunziger Jahren aus Berg - Karabach vertrieben worden sind und nunmehr in - von der Regierung Aserbaidschans - neu errichteten Siedlungsgebieten mit insgesamt 20.000 Menschen leben und verbesserte Lebensbedingungen vorfinden. Es mangelt jedoch an ökonomischen Lebensgrundlagen und vor allem einer landwirttschaftlichen und verwaltungstechnischen Berufsausbildung. An eben diesem Punkt setzt das Projekt an: zunächst werden 20 Berufsschullehrer für landwirtschaftliche Berufsausbildung weiterqualifiziert, wobei zusätzlich betriebswirtschaftliches und verwatlungstechnisches Know How vermittelt wird. Diese im ländlichen Raum am meisten nachgefragten Ausbildungsrichtungen sind in ihren Lehrinhalten zur Zeit veraltet und wenig den Bedürfnissen der heutigen Berufswelt angepasst. Daher sollen Curricula überarbeitet und neue Unterrichtsmaterialien entwickelt werden. Neben Fachwissen werden die Lehrer auch im Einsatz moderner partizipatorischer Unterrichtsmethoden geschult. Weitere Maßnahmen bestehen in der Verbesserung der veterinärmedizinischen Versorung und in Folge der Disseminierung der Lehrinhalte an den berufsbildenden landwirtschaftlichen Fachschulen der Region. Wesentliches Augenmerk wird auf die Bereiche Marketing und Erschließung neuer Absatzgebiete gelegt.

Das Vorhaben soll zu Armutsreduktion und Einkommensschaffung in der Region beitragen und einen Beitrag zur Stärkung der lokalen Zivilgesellschaft und Konfliktprävention leisten, da eine Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingen wesentlich zu einer Verringerung des Konfliktpotenzials unter den Binnenflüchtlingen in Aserbaidschan beiträgt.

Projektnummer 8184-00/2007
Mittelherkunft OEZA
Sektor Sekundarschulbildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.