Ausbau der Abwasserentsorgungsanlage Senta/Vojvodina



Projektträger: Hydro Ingenieure Umwelttechnik GmbH Land: Serbia Vertragssumme: € 805.000,00 Beginn: 01.09.2004 Ende: 31.08.2006

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die Gemeinde Senta befindet sich in Nordserbien in der Vojvodina, am rechten Ufer der Theiß. Die Vojvodina stellt nicht zuletzt wegen der alarmierenden Umweltbelastungen eine Schwerpunktregion der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Österreich und Serbien dar. Es laufen bereits mehrere OZA - Umweltprojekte, sodass bereits auf große Erfahrung in dieser Region zurückgegriffen werden kann.


Mit dem Bau der Abwasserreinigungsanlage in der Gemeinde Senta wurde bereits vor ca. 15 Jahren begonnen, die Fertigstellung jedoch immer wieder gestoppt. Es wurden bereits Teile der Abwasserreinigungsanlage realisiert, sowohl baulich als auch Teile der maschinellen Ausrüstung.


Projektziele sind die Ertüchtigung der bereits teilrealisierten Abwasserreinigungsanlage, eine Verbesserung der Wasserqualität der Theiss durch die Einleitung von gereinigtem Abwasser (entsprechend den behördlichen Auflagen) und die Sicherung des nachhaltigen Betriebs der Anlage.


In der ersten Phase soll die angewandte technologische Lösung, jedenfalls die Stickstoffreduktion und Schlammstabilisation überprüft werden und eine nachträgliche Betriebsanalyse durchgeführt werden, die Umsetzung dieser Maßnahmen (Varianten der Tarifgestaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Infrastrukturelle Ausstattung, Ausbildungsmaßnahmen etc.) erfolgt in in einer zweiten Projektphase. Zur Sicherung des nachhaltigen Betriebs der Abwasserreinigungsanlage sind erste Maßnahmen zur institutionellen Stärkung vorgesehen.


Das Projekt zum Ausbau der Abwasserentsorgungsanlage Senta ist nicht nur insofern vorbildhaft, als die Gemeinde eine Eigenleistung in der Höhe von EUR 462.000,- erbringt, sondern auch aktiv um die Akquisition eines Softloans für die Finanzierung weiterer Investitionen bemüht ist; der durch Ausschreibung ermittelte österreichische Projektträger spielt dabei eine essentielle Mittlerrolle. Entscheidend ist weiters der hohe Anteil an lokaler Planung.

Projektnummer 8025-01/2004
Mittelherkunft OEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.