Ausbildung im Sozialzentrum Macia



Projektträger: Diakonie Auslandshilfe - Evangelisches Hilfswerk in Österreich (Namensänderung siehe Diakonie-Austria) Land: Mozambique Vertragssumme: € 25.000,00 Beginn: 01.01.2005 Ende: 31.08.2006

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Macia liegt ca. 150 km nördlich der Hauptstadt Maputo und ist ein lokaler Verkehrsknotenpunkt. Bezüglich schulischer Ausbildung bietet Macia den Abschluss der 10. Schulstufe und hat damit ein Einzugsgebiet von ca. 30 km Radius für die Ausbildung oberhalb der Grundschule. Die nächstgelegenen weiterführenden Ausbildungsmöglichkeiten bis zur 12. Schulstufe, und auch entsprechende IKT-Kursangebote gibt es erst in den beiden jeweils ca. 60 km entfernten Städten XaiXai oder Chokwe. Bedingt durch den schlechten Straßenzustand bedeutet diese Entfernung jeweils eine Fahrzeit von 1 bis 2 Stunden in einem der Kleinbusse, die von lokalen Einzelunternehmern betrieben werden.


Die Gebiete, in welche die betroffenen Familien nach der Flut im Jahr 2000 umgesiedelt wurden, liegen auf einer kleinen Geländeerhebung und sind damit sicher vor Überflutungen. In der Nähe der neuen Wohngebiete gibt es zwar auch tiefergelegene und damit bewässerte Anbaubereiche, für alleinerziehende Mütter mit kleinen Kindern sind aber auch schon die ca. 2 km Entfernung zwischen Feld und Wohnort problematisch. Mit den Nähkursen soll diesen besonders Betroffenen eine Einkommensmöglichkeit durch Herstellung von verarbeiteten Produkten in der direkten Umgebung ihres Wohnorts angeboten werden. Die Kurse für Ernährung und Hygiene sind dabei ein kombiniertes Zusatzangebot mit dem Ziel der entsprechenden Bewusstseinsbildung und zielen vor allem auf eine Verbesserung der Bedingungen für die Kinder in den Familien der Zielgruppe ab.


Konkrete Ziele des Projekts sind die Einrichtung eines etablierten Kurs-Systems im Sozialzentrum Macia mit laufenden Kursen für Informatik-Grundausbildung, Nähen, Ernährung, Lebensmittelkonservierung, Hygiene und Trinkwasser-Sterilisierung.

Aktivitäten sind die baulichen Adaptierungen der Räume und Aufbau der Kursprogramme.

Projektnummer 2319-22/2004
Mittelherkunft OEZA
Sektor Sekundarschulbildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.