Autonomieprojekt



Projektträger: Klimabündnis Österreich gemeinnützige Förderungs- und Beratungs-gesellschaft mbH, Zweigniederlassung Vorarlberg Land: Colombia Vertragssumme: € 33.000,00 Beginn: 01.07.2002 Ende: 31.12.2005

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die Autonomie der Choco-Indianer ist in der kolumbianischen Verfassung verankert und die afrokolumbianischen Bauernorganisationen ACIA und OPOCA sowie die Indianerorganisation OREWA implantieren die Verfassung, die demokratischen Rechte, eine korruptionsfreie Verwaltung, etc. im Chocó. Beseitigt werden sollen politische Unzulänglichkeiten, Gewalt und Terror sowie jede Form von Diskriminierung der Zivilbevölkerung.


Ziel des Projekts ist die " Stärkung der Autonomie der afrokolumbianischen Gemeinschaften des Medio und Alto Atrato und der Indianergemeinschaften des Chocó durch die Ausarbeitung des Ethnoentwicklungsplans, die Anwendung der kommunalen Rechtsnormen der afrokolumbianischen Gemeinschaften und die Umsetzung und Durchführung des "Plan de Vida" der Indianergemeinschaften des Chocó; damit soll erreicht werden, dass der Staat diesen Gruppen als eigenständige ethnische Gruppen mit eigenen Rechten anerkennt und dass diese von anderen Sektoren der Gesellschaft respektiert werden.


Geplante Maßnahmen:

# 1 Weiterbildungsseminar/Semester während der 3 Projektjahre über Gemeindeführung und -verwaltung.

# 1 Fortbildungsaufenthalt/Jahr von 6 Führungskräften der drei Organisationen in Manaus (Brasilien), um die dortigen Erfahrungen in der Produktion und der Sicherung der Lebensmittelversorgung kennenzulernen.

# Teilnahme der OREWA, ACIA und OPOCA an den Versammlungen des "Foro de solidaridad Chocó".

# Generalversammlungen der Organisationen

Projektnummer 2319-03/2002
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.