Beitrag zur Umsetzung des Benghazi-Aktionsplans (HIV/AIDS)



Projektträger: Belgisches Rotes Kreuz Land: Libya Fördersumme: € 100.000,00 Beginn: 01.10.2007 Ende: 28.02.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Durch die Ereignisse rund um fünf bulgarische Krankenschwestern und einen palästinensisch-stämmigen Arzt, die über acht Jahre unter dem Vorwurf über 400 libysche Kinder in Benghazi mit HIV infiziert zu haben, in Libyen inhaftiert waren und schließlich im Juli 2007 nach Bulgarien überstellt wurden, hat sich eine neue Dynamik entwickelt. Insbesondere wurden mehrere EU MS ersucht sich solidarisch an der Behandlung der HIV-Infizierten und deren Familien bzw. an der Unterstützung des Benghazi Centre for Infectious Diseases and Immunology (BCIDI) finanziell zu beteiligen. Auch Österreich wird mit einem konkreten Beitrag den sogenannten Benghazi-Aktionsplan der EU finanziell unterstützen. Abgewickelt wird das Projekt vom Belgischen Roten Kreuz.


Der Benghazi-Aktionsplan wurde von der Europäischen Union im November 2004 ins Leben gerufen und dient zur technischen und medizinischen Unterstützung für das Benghazi Centre for Infectious Diseases and Immunology (BCIDI) sowie zur Unterstützung der sozialen Integration der PatientInnen und deren Familien. Außerdem soll ein Informations- und Bildungsbeitrag zur Aufklärung über falsche Ideen betreffend HIV/AIDS geleistet werden.


Die OEZA wird die verlängerte dritte Phase des Benghazi-Aktionsplans (BAP III), die bis Ende Dezember 2007 dauert, finanziell unterstützen, bevor die vierte Phase des BAP in Kraft treten kann. Aktivitäten beinhalten die Entsendung von geeignetem Personal zur Unterstützung des BCIDI, Indikatorenentwicklung und -implementierung für ein Management Informationssystem, den Entwurf von HIV/AIDS Richtlinien und die Ausarbeitung eines Plans für Aktivitäten im Jahr 2008.

Projektnummer 2516-00/2007
Mittelherkunft OEZA
Sektor Bevölkerungspolititk/-programme und reproduktive Gesundheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.