Berufsorientierte Ausbildung und Beratung für marginalisierte Jugendliche



Projektträger: ICEP Institut zur Cooperation bei Entwicklungs-Projekten Land: Kazakhstan Fördersumme: € 64.000,00 Beginn: 01.01.2009 Ende: 31.12.2010

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Dieses Projekt baut auf den Erfahrungen des Projekts 8108-13/2006 (Ende im Dezember 2008), das die Orientierung von marginalisierten Jugendlichen aus Almaty im Hinblick auf Berufs- und Ausbildungsaktivitäten fördert, auf. Obwohl das Vorläuferprojekt mit Pilotcharakter einige Schwächen aufwies (wie limitierte Kapazitäten und Bereitschaft öffentlicher Schulen für ausbildungsspezifische Orientierung oder das limitierte Spektrum von möglichen Sparten für Berufsbildung) so zeigte sich, dass der Ansatz des Projekts als solches gerade für marginalisierte Jugendliche relevant und effektiv war: Die Jugendlichen zeigten großes Interesse für ausbildungsspezifische Orientierung und vor allem Berufsausbildung; sie waren daraufhin ausreichend für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Daher wird im Rahmen des vorliegenden Projekts auf die identifizierten Stärken und Schwächen eingegangen: die Orientierungsarbeit wird nunmehr von MASP direkt durchgeführt und die Berufsbildungsthemen werden ausgeweitet. Außerdem wird der Fokus auf marginalisierte Jugendliche bzw. Jugendliche mit Lernstörungen (100% der Zielgruppe) gesetzt. Schließlich werden Familienangehörige und Lehrer der Jugendlichen sensibilisiert und in deren Unterstützung eingebunden.


Ziel des Projekts ist, die Kapazitäten und Kompetenzen des MASP Youth Centre aufzubauen, um marginalisierte Jugendliche effizient in Fragen der Ausbildung bzw. der Joborientierung beraten und sie mittels Berufsausbildungsseminaren angemessen auf das Berufsleben vorbereiten zu können.


Die Zielgruppe des Projektes besteht aus 490 marginalisierten Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren - mindestens 70% davon sind Mädchen - die gefährdet sind, die Schule abzubrechen oder aus dem Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu werden und dadurch in Kriminalität und soziale Marginalisierung abzurutschen, bzw. Jugendliche, bei denen das bereits der Fall ist. 40 Jugendliche mit Lern- und Entwicklungsstörungen werden außerdem ein adaptiertes Training erhalten.

Projektnummer 8108-11/2008
Mittelherkunft OEZA
Sektor Sekundarschulbildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.