Call for Proposals SOE 01/2006: Supporting the Government of Albania in the implementation of the National Strategy in Combating Trafficking in Human Beings



Projektträger: OSCE / Organization for Security and Co-operation in Europe Land: Albania Vertragssumme: € 163.192,00 Beginn: 01.01.2007 Ende: 30.06.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Albanien ist vor allem seit dem politischen Umbruch 1991 ein Herkunftsland des Menschenhandels. Mittlerweile wird das Thema Menschenhandel auch in Albaniens politischen und behördlichen Einrichtungen höchste Brisanz zugeordnet. Albanien wird als high risk Ursprungsland für Menschenhandel mit Mädchen und Frauen, vor allem zum Zwecke sexueller Ausbeutung, eingestuft.

Im Februar 2005 approbierte die albanische Regierung die Nationale Strategie zum Kampf gegen Menschenhandel und in weiterer Folge wurde die nationale Strategie zum Kampf gegen Kinderhandel verabschiedet.

Darauf aufbauend sind im Rahmen des Projekts wird folgende Aktivitäten vorgesehen:

a) Training für Strafverfolgungsbehörden um Kapazitätsaufbau im Bereich Opferschutz zu gewährleisten

Aufgrund mangelnder Reintegrationsprogramme, tragen Opfer des Menschenhandels ein hohes Risiko wiederum Opfer von Menschenhändlern zu werden oder in polizeilichen Gewahrsam genommen zu werden. In vielen Fällen werden die Opfer stigmatisiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Um hier entgegen zu wirken, wird das Projekt Trainingsmaßnahmen für Sozialarbeiter und Arbeitsinspektorate um konkrete Reintegrationsmöglichkeiten für getraffickte Frauen und Mädchen zu identifizieren, anbieten. Zusätzlich werden auf kommunaler Ebene Aufklärungskampagnen gegen Menschenhandel lanciert.

b) Eine weitere Projektkomponente zielt auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der getraffickten Frauen und Mädchen durch Vocational Training ab.

c) Dazu ergänzend ist die Vergabe von Microgrants an Frauen vorgesehen.

Weiters werden im Rahmen dieses Projekts vier Regionaltische unter Teilnahme der albanischen Grenzpolizei und der albanischen Nachbarstaaten stattfinden, um eine bessere Kooperation zur Bekämpfung des Menschenhandels zu vereinbaren.

Das ggstdl. Projekt wird als Fortführung bisheriger OSZE-Aktivitäten in Kooperation mit der albanischen Regierung und der Zivilgesellschaft Albaniens gesehen.

Projektnummer 8069-06/2007
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.