Escuela Bilingue



Projektträger: Steirische Frauenbewegung Land: Guatemala Vertragssumme: € 2.000,00 Beginn: 01.10.2003 Ende: 01.08.2005

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Im Zuge der Unterzeichnung des Friedensvertrages am 29.12.1996 wurde das Recht der indianischen Bevölkerung auf ihre kulturelle Eigenständigkeit schriftlich festgelegt. Die Regierung hat sich verpflichtet, zweisprachige schulische Erziehung in den indianischen Gebieten zu ermöglichen.

Es entstanden vielerorts private Initiativen zur Errichtung bilingualer Schulen, da das Vertrauen der Bevölkerung in die Versprechungen der Regierung erfahrungsgemäß gering ist.

Im Sprachgebiet der Tzútujiiles ergriff die "Asociacion La Voz de Atitlán" (Radio Atitlán) diese Initiative. Im November und Dezember 1996 wurde eine bilinguale Ferienschule für 8-13jährige eingerichtet, 1997 wurde sie als "Samstagsschule" weitergeführt und gleichzeitig mit einer sechsjährigen Grundschule begonnen. Im Laufe der letzten Jahre wurde diese erweitert und ausgebaut. Neben dem üblichen Unterricht erwerben die Schüler vertiefendes Wissen über ihre eigene Kultur, Sprache und handwerkliche Fähigkeiten, über Gesundheits- und Umwelterziehung sowie politische Bildung. Zur Zeit gibt es 8 Grundschulklassen, die zum Teil in winzigen Büroräumen von Radio Atitlán untergebracht wurden.

Im Jahre 1999 wurde diese bilinguale Schule öffentlich anerkannt.

Durch eine "Bausteinaktion" in Schulen und Institutionen in Österreich, durch private Spenden sowie durch Förderungen öffentlicher Einrichtungen konnte mit dem Schulbau begonnen werden. Bisher wurden 8 Klassenzimmer und eine Küche errichtet. Im Herbst 2003 werden eine Direktion, Lehrerzimmer, EDV-Raum und Toiletten im 1.Stock gebaut.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Lehrerfortbildung und die Ausbildung von Multiplikatoren in Ernährungs-, Hygiene- und Gesundheitsbelangen vor Ort.

Weitere notwendige Bauarbeiten: Verputz von 6 Klassen, Ausbau Küche und Toiletten, Schulmöbel, Einrichtung des EDV-Raumes.

Projektnummer 2319-03/2003
Mittelherkunft OEZA
Sektor Grundbildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.