Förderung des BioLandbaus



Projektträger: INTERSOL - Verein zur Förderung INTERnationaler SOLidarität Land: El Salvador Fördersumme: € 15.000,00 Beginn: 01.01.2004 Ende: 31.12.2004

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die Situation des Agrarsektors in El Salvador, in dem ca. 40 % der arbeitsfähigen Bevölkerung tätig ist, ist ausgesprochen prekär unter wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Gesichtspunkten.

Die Gründe hierfür sind historisch-strukturell wie auch konjunkturell. Die ggw. Regierung baut ihre politische Macht auf dem Finanzsektor auf und hat für die Dynamisierung des Agrarsektors wenig übrig. Der Kleinbauernsektor ist davon besonders betroffen. Die periphäre Lage des Agrarsektors (insbesondere der Kleinbauern) im Kontext der Entwicklungen des NAFTA Regimes erlaubt wenige Zukunftsperspektiven außerhalb einer Reproduktionswirtschaft und der Integration in die agroindustriellen Komplexe.


Ziele des Projekts:

# Verbesserung des Familieneinkommens insbesondere von Klein- und Mittelbetrieben

# Erschließung neuer Märkte für Qualitätsprodukte aus dem BioLandbau: national und international

# Schutz des Wasserhaushalts, Reduzierung der Umweltbelastung

# Gründung einer nationalen Zertifizierungsorganisation (mit einer zentralamerikanischen Perspektive) in Zusammenarbeit mit der ABG (und ev. BCS) Sozialisierung der Erfahrungen der Zertifizierung für die Produzenten (findet derzeit nicht statt)

# Nutzung nationaler Personalressourcen für Ausbildung, Zertifizierung, Konsumenteninfo, Markterschließung

# Entwicklung und Umsetzung konkreter Formen der Bauernsolidarität, Förderung des Austausches zwischen Konsumenteninformationsstellen

# Innovative Kombination des "Lokalen Wissens" mit den neuen Erkenntnissen des BioLandbaus

# Förderung des (populärwissenschaftlichen Diskurses) über den BioLandbau

# Positive Effekte gegen die Landflucht

# Beitrag zur Stabilisierung der Demokratie und der fragilen politischen Verhältnisse durch stabile, nachhaltige und erfolgreiche Wirtschaftssektoren.

Projektnummer 2319-07/2003
Mittelherkunft OEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.