Instituioneller Beitrag UNAIDS: Südliches Afrika



Projektträger: UNAIDS - Joint United Nations Programme on HIV/AIDS Land: South of Sahara, regional/multi-country Vertragssumme: € 600.000,00 Beginn: 01.12.2005 Ende: 30.04.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


HIV und AIDS verursachen nicht nur unvorstellbares menschliches Leid und führen zu einer dramatischen Senkung der Lebenserwartung, sondern haben durch erhöhte Krankheits- und Sterblichkeitsraten von Erwachsenen im produktiven Alter auch negative Auswirkungen auf alle Aspekte menschlicher Entwicklung. Die zunehmende Verbreitung und die Auswirkungen von HIV/AIDS gelten als eine der Hauptursachen für die Krise der Menschlichen Entwicklung (HDR 2003). Die Anzahl der HIV-Infizierten beträgt heute ungefähr 42 Mio. Betroffene.

Die Wechselwirkung von HIV/AIDS und menschlicher Entwicklung ist vielseitig und komplex:

- Armut und soziale und ökonomische Ungleichheiten führen dazu, dass Menschen sich schlechter vor HIV-Infektion schützen können

- HIV/AIDS verstärkt bereits bestehende Armut bzw. trägt dazu bei, dass Betroffene in die Armut abrutschen.

Vorallem in der Schlüsselregion Südliches Afrika machen sich die Auswirkungen erhöhter Sterbe- und Krankheitsraten auf Haushalte, Sektoren und nationale Ökonomien immer mehr bemerkbar. So wird die HIV Prävalenz unter Erwachsenen, 15 - 49 Jahre, folgendermaßen geschätzt: Mosambik 13%, Namibia 22,5%, Südafrika 20,1% und Simbabwe 33,7% (UNAIDS/WHO Daten Ende 2001).

Maßnahmen, welche die OEZA zur Erreichung ihrer Ziele und Umsetzung ihrer Arbeitsprinzipien unterstützt, werden in der Schlüsselregion nur dann greifen, wenn HIV/AIDS bei der Planung und Durchführung aller Entwicklungsvorhaben Berücksichtigung findet. Außerdem würden derartige Bemühungen der OEZA auch dazu beitragen bis 2015 die Ausbreitung von HIV/AIDS zum Stillstand zu bringen und allmählich umzukehren (MDG 6).

Als Beitrag zur Erreichung dieses Zieles unterstützt die die OEZA durch einen einmaligen institutionellen Beitrag die HIV/Aids Programme und Initiativen von UNAIDS mit der Widmung für die Schlüsselregion Südliches Afrika.

Projektnummer 2390-00/2005
Mittelherkunft OEZA
Sektor Bevölkerungspolititk/-programme und reproduktive Gesundheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.