Integrative Mediation, Negotiation Training and Process Facilitation



Projektträger: CSSP - Verein für Integrative Mediation e.V. Land: States of ex-Yugoslavia, unspecified Vertragssumme: € 211.000,00 Beginn: 01.05.2006 Ende: 31.05.2008

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Der Friedensprozess in den Nachkriegs- und Transformationsgesellschaften auf dem Westlichen

Balkan entwickelt sich langsam und schrittweise. Konkrete und messbare Fortschritte bei der

Flüchtlingsrückkehr, der Sicherheit und Bewegungsfreiheit von Minderheiten und dem

Schutz von Menschenrechten sind oftmals vom Willen zur Zusammenarbeit der Verantwortlichen auf

kommunaler Ebene abhängig. Diese Verantwortlichen unterliegen auf Gemeindeebene einem starken politischen Rechtfertigungsdruck und müssen gleichzeitig mit der sog. 'Gegenseite' in Dialog treten. Als Ergebnis dieses Sachverhalts bestehen auf lokaler Ebene erfolgskritische Hindernisse und Widerstände bei der Umsetzung des Friedensprozesses.

Mangelndes Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Situation der 'Gegenseite' erschweren den Dialog. Wenig ausgeprägte Verhandlungsfähigkeiten verhindern, dass die Verantwortlichen Gruppeninteressen effizient und friedlich vertreten.

Internationale Organisationen wie UNMIK und OSZE stehen vor der Herausforderung, Strategien zu

entwickeln, um lokale Führungspersonen für die aktive und konstruktive Mitarbeit zu gewinnen um

weitere internationale Interventionen zukünftig überflüssig zu machen. Für dieses Ziel müssen

lokale Politiker und Interessensvertreter in die Lage versetzt werden, außerhalb althergebrachter

Verhaltensmuster nach Lösungsansätzen zu suchen und ihre eigene Problemlösungskapazität

weiter zu entwickeln, sodass eine Kombination von externer Mediation,

Prozessbegleitung und Training in Problemlösungsfähigkeiten aus der Bereitschaft zur

Begegnung auf lokaler Ebene in Hinblick auf konstruktive Konfliktbearbeitung mit konkreten Ergebnissen wachsen kann. Insgesamt vier Gemeinden im Kosovo (Rahovec/Orahovec, Strpce/Shterpce, Freizaj/Urosevac) und in Mazedonien (Struga) werden an diesem Projekt teilnehmen.

Projektnummer 8157-00/2006
Mittelherkunft OEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.