Intensivstation neu im Österreichischen Kinderspital in Gjumri, Armenien



Projektträger: Verein zur Unterstützung des Österreichischen Kinderspitals in Gyumri/Armenien (Verein-ÖKS) Land: Armenia Vertragssumme: € 35.200,00 Beginn: 01.11.2006 Ende: 31.01.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Nach dem Erdbeben 1988 entstanden in Armenien viele Hilfsprojekte. Die lokale Koordination war jedoch unzureichend, und aufgrund der sich verschlimmernden ökonomischen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Abwanderung der Bevölkerung entstanden Überkapazitäten.

Dieses Problem der Überkapazitäten bekam auch das Österreichische Kinderspital (ÖKS) zu spüren. Ursprünglich - wie das alte, durch das Beben zerstörte - auf 120 Betten ausgelegt, war es in den ersten Jahren nach der Inbetriebnahme (Juli 1992) nie voll belegt, obwohl es das einzige Kinderspital in der Provinz war. Nunmehr ist das Spital auf 60 Betten systemisiert und freie Kapazitäten werden für die Behandlung Erwachsener genutzt. Die Belagzahlen der letzten Jahre zeigen einen klaren Aufwärtstrend.

Seit 2000 läuft ein von der Weltbank unterstützter Optimierungsprozess, der auf die Schließung einiger Spitäler hinausläuft und letztendlich vorsieht, dass es in Gyumri ein Spital für Kinder (= ÖKS) und ein Spital für Erwachsene, in der alle gängigen medizinischen Disziplinen vertreten sind, geben soll.

Davon ist auch die Geburtenstation betroffen, die mittel- bis langfristig in das ÖKS verlegt werden soll. Darüber hinaus wäre aus der Perspektive des ÖKS dieser Schritt aus strategischer Sicht sehr zu begrüßen, weil sich damit das ÖKS zu einem Zentrum für Mutter und Kind entwickeln könnte, um das in Zukunft weitere - auch präventive - Geschäftsfelder aufgebaut werden könnten.


Ziel des Projektes sind die Ausstattung der Intensivabteilung mit medizinischen Geräten und damit einhergehend die Steigerung der Behandlungsqualität in dieser ÖKS-Abteilung, die aufgrund der in Aussicht gestellten Integration der Geburtenstation in das ÖKS zu einer Schlüsselabteilung avancieren wird.


Als effizienteste und kostengünstigste Möglichkeit werden die Geräte über die Wiener Firma MED-TECH-Plus (Medizin-Technik-Recycling) beschafft, welche auch bereits über Erfahrung mit ähnlichen Projekten im Südkaukasus verfügt.

Projektnummer 8108-12/2006
Mittelherkunft OEZA
Sektor Gesundheit allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.