Israelisch-Palästinensische Dialogworkshops zur Friedensförderung



Projektträger: Evangelische Frauenarbeit in Österreich - Aktion Brot für Hungernde Land: West Bank and Gaza Strip Vertragssumme: € 73.000,00 Beginn: 01.07.2007 Ende: 30.06.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die Dialogworkshops, die von Mitgliedern der Partnerorganisation "Parents' Circles - Families Forum (PCFF)" angeboten werden, die nahe Angehörige verloren haben, richten sich an PalästinenserInnen und Israelis im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die Workshops werden immer von einem zweiköpfigen Team, je einer/m Referenten/-in mit palästensischem und israelischem Hintergrund geleitet. Für die meisten Jugendlichen ist dies die erste Gelegenheit, einen Vertreter bzw. eine Vertreterin der "anderen Seite zu treffen, der/die nicht in die existierenden Stereotype "SoldatIn", "SiedlerIn" oder "TerroristIn" passt. Allein das ist für sich genommen schon eine einmalige Gelegenheit, die einen informellen und direkten Kontakt erlaubt. In den Workshops entsteht so eine Atmosphäre, in der Zuhören und Empathie ermöglicht und viele Mythen entlarvt werden.

Die Dialogworkshops leisten einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis zwischen Israelis und PalästinenserInnen durch Förderung eines Transformationsprozesses in den Einstellungen, sowie eine Unterstützung aller Kräfte, die sich für Frieden und Versöhnung zwischen den beiden Völkern einsetzen, durch Implementierung eines Bildungsprozesses. Jeder Workshop dauert etwa zwei Unterrichtsstunden, wobei durchschnittlich 30 SchülerInnen teilnehmen.

Das Projekt richtet sich vordringlich an palästinensische und israelische SchülerInnen zwischen 16 und 25 Jahren in Schulen, Universitäten und Jugendgruppen.

Darüber hinaus werden als indirekte Zielgruppen vor allem die LehrerInnen in den Schulen, in denen Workshops abgehalten werden, bzw. LeiterInnen von Jugendgruppen und deren Familien, sowie die Familienmitglieder der SchülerInnen vermittelt über deren Erzählungen von den Workshops erreicht. Es kann davon ausgegangen werden, dass durch den speziellen Zugang des PCFF, der vor allem auf emotionaler Ebene bei den TN starke Wirkung zeigt, im deren Umfeld ein Diskussionsprozess entsteht, der für die Verbreitung der Anliegen des PCFF sorgt.

Projektnummer 2319-06/2007
Mittelherkunft OEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.