Joint History Project



Projektträger: Center for Democracy and Reconciliation in Southeast Europe Land: Europe, regional/multi-country Vertragssumme: € 200.000,00 Beginn: 15.11.2009 Ende: 30.04.2011

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das 2000 vom Center for Democracy and Reconciliation in Southeast Europe (CDRSEE) lancierte Joint History Project (JHP) verfolgt einen partizipativen Ansatz im Geschichtsunterricht in Südosteuropa (SOE), der unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte vermitteln soll. Dadurch soll als langfristiges Ziel demokratischer Wandel in der Region angeregt, unterstützt und erreicht werden. Das JHP versucht, unabhängiges Denken zu fördern und benutzt Geschichtsunterreicht als Instrument zur Ermutigung und Begleitung von Gesellschaften in eine friedliche, demokratische und gemeinsame Zukunft, in dem die Vermittlung unterschiedlicher Perspektiven im Geschichtsunterrichts vermehrt stattfinden soll.


Im Rahmen der ggst. Phase II des Projekts wird die Ausbildung weiterer Lehrer in der Nutzung innovativer Lehrmethoden sowie die Korrektur folgender methodologischen Schwächen angestrebt: a) Lehrer hatten Schwierigkeiten, das Konzept - für sie ein Novum und weit entfernt von gängigen Unterrichtsmethoden - zu verstehen; b) Lehrer waren besorgt, dass die Umsetzung dieser Methoden in Schulen SOE schwierig würde: auch unter Lehrern ist Nationalismus stark verhaftet, sodass die Erwägung eines anderen Geschichtsbildes schwer vorstellbar ist.


Im Rahmen des Projekts werden rund 240 Lehrer in der Technik des JHP sowie 35 Lehrer zu Trainern ausgebildet. Das sog. multi-perspective Handbuch für Geschichtslehrer wird in drei Sprachen (Serbisch, Bosnisch, Albanisch) übersetzt, verteilt und im Unterricht verwendet. Die existierenden serbischen Ausgaben der 4 Geschichtsunterrichtslehrbehelfe werden überarbeitet und neu aufgelegt.


Das JHP wurde von der Donor Gemeinschaft, inkl. dem Europäischen Parlament (EP), höchst gelobt. In einem Bericht nahm letzteres im April 2009 direkten Bezug auf das JHP.

Projektnummer 8211-00/2009
Mittelherkunft OEZA
Sektor Bildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.