Juristisches und administratives Förderprogramm für indigene Bauernbevölkerung, 2004-2007 (Abschlussphase)



Projektträger: Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH Land: Guatemala Fördersumme: € 481.400,00 Beginn: 01.07.2004 Ende: 31.12.2007

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Dieses Projekt trägt zur Förderung lokaler Demokratie, Good Governance und kommunaler Entwicklung bei, es handelt sich beim gegenständlichen Förderungsvertrag um die Abschlussphase des im Jahr 1996 begonnenen Projekts. Im bisherigen Projektverlauf wurden 161 lokale Führungskräfte der größten indigenen Organisation Guatemalas CONIC von 29 überwiegend indianischen Dorfgemeinschaften in vier Departements des westlichen Hochlands von Guatemala in Rechtsberatung, Management von Gemeindewesen und Gemeindeentwicklung ausgebildet.

Das Vorhaben verfolgt in seiner zweiten Phase folgende strategische Ziele:

---Die Befähigung der Dorfgemeinschaften zu Selbstorganisation, Einflussnahme auf und Partizipation an dauerhafter, ihren Bedürfnissen entsprechenden lokalen Entwicklung. In diesem Sinne werden die Maßnahmen der Vorphase auf 250 neue Dorfgemeinschaften (500 Führungskräfte) erweitert.

---Die Stärkung der Betreuungs-, Aus- und Fortbildungskapazitäten, der "Lehr- und Lernfähigkeit" der indianischen Bauernbewegung CONIC. Diese Strategielinie umfasst Capacity Building innerhalb der verschiedenen Instanzen der CONIC, die Unterstützung bei der Formulierung von Policies zum Personalaufbau und als Kernstück die Konstruktion eines Netzwerkes von regionalen AusbildnerInnen sowie ihre methodisch-didaktische Fortbildung und Beratung.

Die CONIC soll nach Abschluss der gegenständlichen Phase in der Lage sein, ihr institutionelles Aus- und Fortbildungsprogramm selbst zu führen und die dazu nötige Finanzierung durch Diversifizierung ihrer Kooperationen mit nationalen und internationalen Instanzen abzusichern.

Insgesamt ist bei erfolgreicher Durchführung des Vorhabens damit zu rechnen, dass

---die CONIC in Zukunft in geringerem Maße von externen Spezialisten abhängig ist und dass

---die ländlichen Gebiete weniger auf professionelle Hilfe von der CONIC-Zentrale angewiesen sind.

Projektnummer 1540-02/2004
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.