Kapazitätenstärkung für Lokalverwaltung und Zivilgesellschaft ausgewählter Distrikte in Matabeleland



Projektträger: Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH Land: Zimbabwe Fördersumme: € 270.000,00 Beginn: 01.04.2006 Ende: 28.02.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Dezentralisierung in Simbabwe sind definiert durch den Provincial Councils and Administration Act, 1985, und den Rural District Act, 1988. Anstatt der Planung und Umsetzung von lokalen Entwicklungsprogrammen, die allen Bevölkerungsgruppen und -schichten zugute kommen, werden von der Regierung die politischen Bedürfnisse der Regierungspartei in den Mittelpunkt gestellt und jene bevorzugt, die Parteimitglieder sind.


In Matabeleland (North und South) mit seinen 16 Distrikte ist die Situation besonders politisiert, da die Mehrzahl der Bevölkerung in den beiden letzten Wahlen die Opposition unterstützt hat und bei staatlichen Leistungen benachteiligt wird.


In diesem von mangelndem Dialog gezeichneten Umfeld zielt das vorliegende Vorhaben darauf ab konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Kapazitäten und Kommunikationsfähigkeit bei Zivilgesellschaft und Lokalverwaltung zu setzen.


Bis zu 320 zivilgesellschaftliche Organisationen/Akteure, VertreterInnen der Lokalverwaltung und der traditionelle Autoritäten in 4 ausgewählten Distrikten sollen einen bereits standardisierten Trainingskurs (in den Bereichen Konfliktmanagement, Führungs- und Managementmethoden, Projektmanagement & Evaluierung, Partizipation und Menschenrechte) absolvieren und somit in der Wahrnehmung ihrer Verantwortungen und Aufgaben gestärkt werden. Aktiv soll auch die Kooperation zwischen den staatlichen und nicht staatlichen Strukturen durch strukturierte Formen der Kommunikation (Dialogforen, Vernetzung, Reflektionsveranstaltungen) gefördert werden. In einem Handbuch sollen dann die Inhalte des Trainings sowie Strukturen der Zusammenarbeit und Kommunikation zusammengefasst werden und sollen somit eine nachhaltige Wissensbasis der verbesserten Kapazitäten zur Planung und Durchführung der jeweiligen Aufgaben sowie der verbesserten Dialogfähigkeit dar.

Projektnummer 2331-00/2006
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.