Kommunale Infrastruktur Fushë Kosovë



Projektträger: Community Development Fund Land: Serbia Fördersumme: € 400.000,00 Beginn: 01.09.2005 Ende: 31.08.2007

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel ist es, in der Gemeinde Fushë Kosovë einen Beitrag zur Verbesserung dörflicher Lebensbedingungen zu leisten, indem vor allem in den von Roma bewohnten Siedlungen, in denen unter anderem die sanitäre Lage besonders prekär ist, dringende Infrastrukturmaßnahmen identifiziert und durchgeführt werden. Die Auswahl konkreter Sub-Projekte erfolgt im Zuge eines elaborierten Bürgerbeteilungsverfahrens, wobei etwa an Straßen oder Verbesserungen im Bereich dörflicher Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen zu denken ist. Implementiert wird das Vorhaben durch den Community Development Fund, eine lokale NRO, die sich seit Jahren auf die Umsetzung kommunaler Infrastrukturprojekte spezialisiert hat. Die Gemeinde Fushe Kosove hat die Bereitstellung einer Eigenleistung von mindestens 15% zugesichert, wobei der Eigenmittelanteil der Gemeinde und der Dörfer erfahrungsgemäß wesentlich höher sein wird.


Seit einigen Jahren fördert Österreich in Fushe Kosove über die Diakonie die Arbeit des österreichischen Paters Helmreich, der junge Leute als Handwerker ausbildet, und mit ihnen Häuser für die notleidendsten Familien baut.


Die ländlichen Regionen des Kosovo sind von enormer Landflucht geprägt, während die Städte aus allen Nähten platzen. Eine Verbesserung der rudimentären Lebensbedingungen in den Dörfern soll daher nicht nur der Landflucht Einhalt gebieten und sogar zur Rückkehr einladen (und somit die Städte entlasten), sondern auch eine Mindestbasis für elementare wirtschaftliche Entwicklung legen. Das Vorhaben ist daher einerseits eine Weiterentwicklung des traditionellen österreichischen Engagements im Bereich Wasser/Abwasser, jedoch auch als ein dem regionalen Kontext angemessener Beitrag zum Schwerpunkt Wirtschaft und Beschäftigung anzusehen. Das Vorhaben steht auch im Zeichen des österreichischen Engagements für Minderheiten im Kosovo.

Projektnummer 8114-01/2005
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.