Mikoregionalentwicklung und Rinderzucht



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für Entwicklungszusammenarbeit Land: El Salvador Vertragssumme: € 17.434,30 Beginn: 01.01.2001 Ende: 31.12.2005

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt folgt einem mikroregionalen Ansatz. In der Mikroregion MES soll der integrale Entwicklungsprozeß gestärkt werden, wobei wirtschaftliche und soziale Aspekte im Vordergrund stehen.

Die Basis für den sozialen Entwicklungsprozeß bildet ein Organisationssystem, das die gesamte Bevölkerung aktiv in das Projektgeschehen einbindet. Ihre Teilnahme an den Entscheidungsprozessen und die Koordination der Aktivitäten wird über Dorfversammlungen, mikroregionale Versammlungen und die Wahl eines Führungsgremiums sichergestellt.


Vorstudien über das wirtschaftliche Potential der Mikroregion empfehlen die Viehzucht als Kernaktivität. Dementsprechend kommt der wirtschaftliche Impuls aus Kleinprojekten der Rinderzucht. Jährlich werden in verschiedenen Dörfern 6 Subprojekte auf Kreditbasis initiiert, die folgende Aktivitäten beinhalten: Verbesserung der Weiden, Verbesserung der Infrastruktur und Hygiene sowie Aufstockung des Rinderbestandes. Die entsprechenden Rentabilitätsstudien wurden bereits durchgeführt. Die wirtschaftlichen Aktivitäten werden durch ein Aus- und Fortbildungsprogramm unterstützt. Das Führungsgremium und die Dorfvertreter haben die Möglichkeit, im Rahmen von Seminaren und Workshops ihre Führungsqualitäten zu verbessern und somit aktiver und effizienter zur Mikroregionalentwicklung beizutragen. Durch Weiterbildung und technische Beratung in den Rinderzuchtsubprojekten wird die Rentabilität der Investitionen abgesichert. Sie umfaßt optimale Landnutzung, Weidewirtschaft, Viehhaltung, Administration und Vermarktung.


Frauen spielen in allen Projektaktivitäten eine wichtige Rolle. Ihr Zugang zu den Investitionskrediten ist ebenso sichergestellt wie ihre Teilnahme an den Aus- und Fortbildungsprogrammen sowie ihre Rolle in der mikroregionalen Organisation. Die Gleichberechtigung der Frauen und Männer ist Teil der Projektkonzeption..

Projektnummer 2325-00/2001
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere multisektorielle Maßnahmen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.