Mikrokredite - Neues entwicklungspolitisches Instrument für den privaten Sektor



Projektträger: Oikocredit - Austria, Österreichischer Förderkreis Land: Austria Vertragssumme: € 42.000,00 Beginn: 01.01.2008 Ende: 31.12.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Oikocredit ist eine ökumenische Entwicklungsgenossenschaft, die den Armen in der Welt, die bei keiner Bank einen Kredit bekommen, Geld leiht. 1975 wurde diese internationale Spar- und Darlehensgenossenschaft vom Weltrat der Kirchen in den Niederlanden gegründet. Weltweit unterstützen rund 400 Kirchen und 18.000 Mitglieder von Förderkreisen Oikocredit. 80 Prozent des Kapitals von derzeit rund 300 Millionen Euro wird von Privatanlegern gestellt, die sich in 37 Förderkreisen organisieren. Die Anleger müssen einen Mindestbetrag von 200 Euro anlegen und erhalten dafür in der Regel eine Dividende von zwei Prozent. Mit dem Geld werden Produktionsgenossenschaften und Mikrofinanzorganisationen in Mittel- und Südamerika, in Asien, Afrika und Osteuropa unterstützt. Seit 1990 ist die Organisation als Förderkreis in Österreich tätig. Die Förderkreise beschaffen nicht nur Kredite und Mittel (Anlagenwerbung), sondern sie sensibilisieren die Menschen in ihrer Region für Entwicklungsfragen und die Bedeutung sozial verantwortlicher Geldanlagen (Ethisches Investment).

Oikocredit Austria möchte eine breitere Öffentlichkeit für ihr Anliegen sensibilisieren. Die letzten beiden Jahre konnten aufgrund der Intensivierung der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit bereits gute Erfolge erzielt werden. Das vorliegende Projekt ist eine Fortschreibung des bis Ende 2007 laufenden Vorgängerprojektes. Die öffentliche Auseinandersetzung über das entwicklungspolitische Instrument Mikrokredite soll fortgesetzt bzw. die Maßnahmen (Veranstaltungen, Erweiterung der Informationsmaterialien, Ausbau der Pressearbeit und Aufbau eines MultiplikatorInnenpools) werden in Kooperation mit entwicklungspolitischen Organisationen (wie z.B. Fair Trade) und Finanzinstitutionen (wie z.B. RZB, Erste Bank) weitergeführt.


Das Projekt wird aus OEZA-Mitteln in der Höhe von Euro 42.000,00 (60% des Gesamtprojektvolumens) gefördert. (Laufzeit : 24 Monate)

Projektnummer 2398-10/2008
Mittelherkunft OEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.