Mobile Berufsbildungszentren



Projektträger: ICEP Institut zur Cooperation bei Entwicklungs-Projekten Land: Guatemala Vertragssumme: € 4.886,00 Beginn: 01.01.2003 Ende: 30.06.2005

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Der Alphabetisierungsgrad in Guatemala liegt bei 63,6 Prozent (vgl. Worldfactbook 2002). Es besteht zwar eine allgemeine Schulpflicht von 6 Jahren (seit 1998), doch bricht der Großteil der Jugendlichen den Schulbesuch vorzeitig ab, landesweit schließen insgesamt nur 24,7 % ihre Grundschulausbildung ab.


Mobile Ausbildungseinheiten sind für die meisten Menschen in diesen Gebieten die einzige Möglichkeit, ihren Erfahrungshorizont zu erweitern und dadurch eine Verbesserung ihrer Lebenssituation herbeizuführen.

In der Zielregion leben rund 1,6 Millionen Menschen, der Großteil von ihnen in entlegenen Dörfern, in denen es außer sehr einfachen Grundschulen keinerlei Bildungsinfrastruktur gibt. Mit der aktuellen Kapazität der mobilen Ausbildungszentren können mit den bereits 5 vorhandenen Zentren in Quetzaltenango und San Marcos zwar mittlerweile 500 Personen pro Jahr unterstützt werden, dies ist jedoch in Anbetracht von 1,6 Millionen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.


Zielgruppe des vorliegenden Projekts sind Frauen und Jugendliche aus der Region Boca Costa Quetzaltenango und San Marco, meist indigener Abstammung. Allgemeines Ziel ist die Festigung der mobilen Berufsbildungszentren (CEDE´s) und ihre Erweiterung auf neue rurale Zielgebiete und Berufssparten, um einerseits Mikrounternehmen zu fördern und andererseits qualifizierte Arbeitskräfte auszubilden. Mit der Fokussierung auf Frauen und Jugendliche können langfristig neue Perspektiven für die Bevölkerung im westlichen Hochland Guatemalas eröffnet werden.

Projektnummer 2319-08/2002
Mittelherkunft OEZA
Sektor Sekundarschulbildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.