Modernes Know-How für den Bhutanesischen Wetterdienst



Projektträger: Universität Wien - Institut für Meteorologie und Geophysik Land: Bhutan Vertragssumme: € 5.000,00 Beginn: 01.07.2010 Ende: 30.06.2011

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Der erst kürzlich gegründete Wetterdienst von Bhutan ist Teil der Hydrometeorological Service Division (HMSD) in Timphu, welche unter einem eklatanten Mangel an Resourcen, Know-how und adäquaten technischen Hilfsmitteln leidet. Im Rahmen der Projektarbeiten wird das international erfolgreiche, an der Universität Wien entwickelte hochaufgelöste Bergwetterprognosesystem MetGIS (Meteorologisch-Geographisches Informationssystem) an die klimatischen Bedingungen Bhutans angepasst und auf die Anwendung im Himalaya hin adaptiert. Die MetGIS-Software verfügt u.a. über eine extreme anwenderfreundliche graphische Nutzerschnittstelle, welche die täglich automatisch generierten und sehr detailreichen Prognosekarten auch für Vorhersagepersonal mit geringer meteorologischer Vorbildung leicht interpretieren lässt. Neben Softwareadaptierungsarbeiten stehen Einschulung und Weiterbildung der Wetterdienst-Angestellten der Hydrometeorological Service Division im Mittelpunkt.

Als Resultat des Projekts wird eine markant gesteigerte Qualität der Wetterprognosen über Bhutan angestrebt. Neben dem allgemeinen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ist dies auch von großer Wichtigkeit hinsichtlich der rechtzeitigen Warnung vor Naturkatastrophen (Überflutungen, extreme Neuschneefälle, etc.), v.a. in Zeiten des Klimawandels. Verschiedene vom Wetter abhängige Bevölkerungsgruppen, v.a. Menschen in der Landwirtschaft, werden neben den Angestellten beim Wetterdienst explizit von einer höheren Vorhersagequalität profitieren. Dadurch wird das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Armut und zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität in der Region liefern.

Projektnummer 2338-10/2010
Mittelherkunft OEZA
Sektor Humanitäre Hilfe: Maßnahmen zu Vermeidung und Vorbeugung von Katastrophen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.