Nachhaltige Klumpfußbehandlung



Projektträger: Austrian Doctors for Disabled - Österreichische Gesellschaft für medizinische Entwicklungszusammenarbeit Land: Mali Fördersumme: € 43.500,00 Beginn: 01.07.2007 Ende: 30.06.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Ausbildung von Ärzten und nichtärztlichen "Gesundheitsarbeitern" in der Erkennung und Behandlung von angeborenen Klumpfüssen (folgende Kurzbezeichnung aKf) in Mali. Schrittweise sollen jährlich zunächst 200 neue aKf einer Behandlung zugeführt werden. Kleinkinder bis zum Ende des zweiten Lebensjahres erhalten die konservative Behandlung nach Ponseti. Kinder aus diesem Kollektiv, bei denen mit der Ponseti-Methode keine Korrektur erzielt werden kann, sollen einer operativen Behandlung des aKf zugeführt werden. Dies wird auf etwa 30% des Patientenkollektivs zutreffen.

Im Projektzeitraum werden 20 lokale Trainer durch österreichische Spezialisten und schon jetzt ausgebildete lokale Instruktoren in der Ponsetitechnik ausgebildet werden. Gleichzeitig wird die operative Korrektur der nicht korrigierten Füße durchgeführt werden. Hierbei wird darauf geachtet, dass möglichst viel an theoretischen Kenntnissen und operativen Fertigkeiten an lokale Chirurgen weitergegeben werden kann. Nach der Evaluierung der Projektergebnisse ist ein Folgeprojekt vorgesehen. In diesem soll die konservative und operative Behandlung des aKf schrittweise auf ganz Mali ausgeweitet werden.

Zielgruppe des Projektes sind Neugeborene und Kleinkinder bis zu 2 Jahren mit angeborenem Klumpfuss, im gesamten Staatsgebiet von Mali, besonders aber in Bamako.


Das Projektziel ist erreicht wenn:

- im Behandlungszentrum CNAOM die Klumpfußbehandlung nach Ponseti inklusive entsprechender Dokumentation, Nachbehandelung und Kontrolluntersuchungen ohne organisatorischer Einflussnahme von DfD durchgeführt wird.

- im Behandlungszentrum CNAOM jährlich 200 Kinder mit aKf vor dem 2. Lebensjahr behandelt werden.

- durch landesweite Aufklärung Ärzte und "Gesundheitsarbeiter" informiert sind, dass der aKf behandelbar ist

- die Ponseti-Methode in mindestens 2 auswärtigen Spitälern fachgerecht durchgeführt wird

- 25% der Behandlungskosten durch das staatliche Gesundheitssystem übernommen werden.

Projektnummer 2319-08/2007
Mittelherkunft OEZA
Sektor Basisgesundheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.