Programm zur Bewältigung von Postkonfliktsituationen in Zentralamerika; Psychosoziale Betreuung von Gewaltopfern und Forschung im Rahmen von Exhumierungen



Projektträger: Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH Land: North & Central America, regional/multi-country Vertragssumme: € 785.000,00 Beginn: 01.06.2008 Ende: 31.10.2010

Kurzbeschreibung:

Projektziel


In Übereinstimmung mit dem Dreijahresprogramm der OEZA 2007-2009 stehen die Förderung der sozialen Kohäsion und die Konfliktprävention in Zentralamerika im Mittelpunkt des gegenständlichen Vorhabens.

Im Zusammenhang mit Vergangenheitsbewältigung in Postkonfliktregionen geht es insbesondere um die Wahrung und Durchsetzung von grundlegenden Menschenrechten in jenen Ländern der Region, die während der 80er Jahre von Kriegshandlungen betroffen waren und um die Wiederherstellung gemeinsamer Strukturen des Zusammenlebens.

Darüber hinaus stellt sich das Projekt die Erweiterung der internationalen Vernetzung und die Vertiefung der Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Exhumierungen von Gewaltopfern und der psychosozialen Begleitung von Angehörigen zum Ziel. Ebenso sollen Empfehlungen erarbeitet werden, die nationalen und internationalen Institutionen als Grundlage dienen sollen, die Aufarbeitung von traumatischen Kriegserlebnissen als Teil von Programmen zur Friedenssicherung, Versöhnung und Demokratisierung in Post-Konflikt-Regionen zu unterstützen bzw. zu ermöglichen. Einerseits sollen die professionellen Kapazitäten von einschlägigen Fachinstitutionen gestärkt werden, andererseits sollen gezielten Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und politischen Einflussnahme zur Anerkennung der Opfer und Wahrheitsfindung führen und dadurch zur Konfliktbewältigung und Friedenssicherung beitragen.


Das Projekt trägt unter anderem zur Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 1325 bzw. des dazu im August 2007 verabschiedeten österr. Aktionsplans bei. Die Resolution 1325 wurde am 31. Oktober 2000 vom Sicherheitsrat der VN einstimmig verabschiedet. Es ist die erste VN-Resolution, welche die wesentliche und aktive Rolle von Frauen in allen Phasen von Friedensbemühungen, von Friedensverhandlungen bis zum Wiederaufbau zerstörter Gesellschaften betont und die besonderen Auswirkungen von Konflikten auf Frauen hervorhebt.


Verbindung zu Projekt:

2. Phase des Projekts 1930-01/2004

Projektnummer 2537-00/2008
Mittelherkunft OEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.