Regionale Integration und interkontinentale Kooperation (EU-LAC) und die Fragen von Armut, Entwicklung und Demokratie



Projektträger: Österreichisches Lateinamerika-Institut Land: America, regional/multi-country Fördersumme: € 233.017,00 Beginn: 01.10.2004 Ende: 31.10.2006

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Mit dem Projekt soll ein österreichischer Beitrag zu einem nachhaltigen entwicklungspolitischen Dialog zwischen der EU und Lateinamerika am Rande des EU-Lateinamerika-Gipfels 2006 im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft in Wien geleistet werden. Ausgehend von den aktuellen Prioritäten der interkontinentalen Kooperation und der Deklaration von Guadalajara einerseits sowie dem Dreijahresprogramm der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit andererseits wurden folgende Themenfelder ausgewählt:

a) Soziale Kohäsion mit besonderem Schwerpunkt auf regionaler Integration und interkontinentaler Kooperation als friedens-, demokratie- und entwicklungspolitisches Paradigma;

b) Regionale Integration und internationale bzw. biregionale Kooperation als handels- und wirtschaftspolitisches Paradigma.

Im Rahmen einer intensiven Vorbereitungsphase werden gemeinsam mit den relevanten AkteurInnen in der EU und Lateinamerika die genannten Bereiche analysiert und Vorschläge ausgearbeitet. Hierbei wird auf eine vielfältige Repräsentanz der maßgeblichen Sektoren (EZA, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, öffentlicher Bereich) und eine gute geographische Verteilung geachtet. Organisatorisch sind für diese Phase drei Workshops (in Europa, Zentralamerika und Südamerika) geplant. Die Ergebnisse dieser Analysen werden 2006 im Vorfeld des EU-LAC-Gipfeltreffens in Wien in einem großangelegten Workshop präsentiert, diskutiert und Strategievorschläge ausgearbeitet werden.

Als Resultat wird die Formulierung von Prioritäten und/oder neuen Ansätzen in der Entwicklungszusammenarbeit unter Berücksichtigung der aktuellen Integrationsprozesse in Zentral- und Südamerika angestrebt. Diese soll auch in die nationalen entwicklungspolitischen Diskussionen, wie z.B. in die österreichische EZA-Strategie in Zentralamerika, einfließen. Zusätzlich sollen Netzwerke zwischen den relevanten AkteurInnen gestärkt werden.

Projektnummer 2265-00/2004
Mittelherkunft OEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.