Rehabilitierung des Saatgutsektors mit Soforthilfemaßnahmen zur Ernährungssicherung in der Provinz Hwanghae Süd, Nordkorea



Projektträger: Deutsche Welthungerhilfe e.V. Land: Korea, Dem. Rep. Vertragssumme: € 301.000,00 Beginn: 01.09.2004 Ende: 28.02.2006

Kurzbeschreibung:

Projektziel



Der wirtschaftliche Zusammenbruch und die Naturkatastrophen in der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik haben die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung drastisch verschlechtert. Sämtliche Bereiche der Landwirtschaft einschliesslich des Saatgutsektors sind von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen. Der akute Nahrungsmittelengpass im März 2004 konnte durch Nahrungsmittelverteilungen, die durch mehrere internationale und bilaterale Geber finanziert wurden, kurzfristig entspannt werden.


Um die Nahrunsmittelsituation der koreanischen Bevölkerung längerfristig zu stabilisieren, wird im vorliegenden Projekt der Deutschen Welthungerhilfe (DHWW) die Saatgutvermehrung gefördert und die Verfügbarkeit von hochwertigem Saatgut in der Provinz Süd Hwanghae verbessert. Dadurch kann die notleidende Bevölkerung auch in den nächsten Jahren ein Mindestmaß an Nahrungsmitteln selbständig produzieren.


Die geplanten Projektaktivitäten umfassen die Bereitstellung von Saatgut an landwirtschaftliche Kooperativen, die weiter vermehrt und anschliessend an Kooperativen zur Produktion von Nahrungsmitteln verteilt werden. Darüber hinaus werden einfache Landmaschinen für Aussaat und Ernte der Kulturarten vom Projekt den Kooperativen nach Bedarf zur Verfügung gestellt. Zur nachhaltigeren Saatgutvermehrung wird Fachpersonal der Kooperativen zu unterschiedlichen Fortbildungsmaßnahmen, z.B. Saatgutmanagement, entsendet. Das Projekt arbeitet mit dem Saatgutamt der Provinz Süd Hwanghae zusammen, um für die Kooperativen die Verfügbarkeit von Saatgut sicherzustellen.

Projektnummer 2256-00/2004
Mittelherkunft OEZA
Sektor Nahrungsmittelhilfe/ Programme zur Nahrungsmittelsicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.