Samadhan II - gemeinschaftsbezogende Katastrophenvorsorge



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe Land: Nepal Vertragssumme: € 44.200,00 Beginn: 01.10.2007 Ende: 30.06.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Nepal ist nicht nur eines der ärmsten Länder in Südasien, sondern auch eines der von Naturkatastrophen besonders gefährdeten; Überschwemmungen, Muren, Erdbeben, Lawinen, Dürre und Waldbrände sind an der Tagesordnung. Obwohl Krisenprävention und Katastrophenschutz Teil des Regierungsprogrammes sind, wird in vielen abgelegenen Teilen Nepals das Auftreten von Naturkatastrophen als "gottgewollt" hingenommen.

Spezifisches Ziel ist die Steigerung der Belastbarkeit von Gemeinden in den Distrikten Doti und Kailali (Westnepal, siehe auch Karte in den Annexen zum ECHO Projektantrag), speziell der besonders armen, marginalisierten und sozial benachteiligten Bevölkerungsteile, um bei Naturkatastrophen den Verlust von Leben und Eigentum zu verringern.

Das Projekt stärkt die Kapazität von 460 Personen aus lokalen Organisationen, Lehrern und freiwilligen Jugendlichen, um 22.208 Menschen darauf vorzubereiten, wie sie sich bei Naturkatastrophen verhalten sollen. Diese 22.208 Menschen setzen sich zusammen aus der allgemeinen Bevölkerung von 30 ländlichen Gemeinden in den Distrikten von Doti und Kailali, inkl. der Schüler von 15 öffentlichen Schulen in diesen beiden Distrikten sowie aus 4 öffentlichen Schulen in der Distrikthauptstadt von Doti, Silgadhi.

Aktivitäten:

- Erstellung und Verbreitung von Informationsmaterial über Überschwemmungen, Erdrutsche, Erdbeben, Waldbrände, Epidemien und Stürme; Ausstrahlung von entsprechenden regionalen Radioprogrammen;

- Door-to-door Kampagnen durch soziale Mobilisierer, die Bewusstseinsbildung in den Gemeinden betreiben;

- Bildung und Unterstützung von Jugendgruppen und Künstlergruppen, die in den Gemeinden Theateraufführungen und andere künstlerische Aktivitäten setzen;

- Bildung und Training für "Disaster Risk Management Committees";

- Erarbeitung von Katastrophenschutzplänen für Schulen etc.;

- Training für lokale Partnerorganisationen;

- Austausch mit anderen NGOs, enge Zusammenarbeit mit Gemeinden, Behörden.

Projektnummer 2325-15/2007
Mittelherkunft OEZA
Sektor Humanitäre Hilfe: Maßnahmen zu Vermeidung und Vorbeugung von Katastrophen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.