Setting-up of a Gacaca Audio-Visual Documentation Centre



Projektträger: National Service of Gacaca Courts Land: Rwanda Vertragssumme: € 495.000,00 Beginn: 01.10.2008 Ende: 31.03.2010

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des gegenst„ndlichen Vorhabens ist es, das Service National des Juridictions Gacaca (SNJG) beim Aufbau eines Dokumentationszentrums ber die Gacaca-Gerichtsbarkeit zu untersttzen. Dieses dient in erster Linie historischen und Forschungszwecken (audio-visuelles Archiv), soll fr die ruandische und internationale ™ffentlichkeit zug„nglich sein, Bewusstsein fr demokratische Werte und Menschenrechte schaffen sowie Vers”hnung in der ruandischen Gesellschaft f”rdern.

Die Gacaca-Gerichtsbarkeit - ursprnglich eine Volksgerichtsbarkeit zur Regelung von geringfgigen Straftaten auf Dorfebene - wurde von der ruandischen Regierung 2002 wieder eingefhrt. Sie sollte als traditionelle, partizipative Gerichtsbarkeit den Prozess der Aburteilung der des Genozids Verd„chtigen in Ruanda beschleunigen (was mit der Kapazit„t des klassischen Justizsystems ber 100 Jahre dauern wrde). ™sterreich untersttzte bereits von 2002-2005 die Abteilung fr Gacaca-Gerichtsbarkeit, welche zun„chst als Teil des Obersten Gerichtshofes in Ruanda eine gute Umsetzung der Gacaca-Prozesse gew„hrleisten sollte. 2004 wurden die Agenden dem SNJG bertragen, dessen wesentliche Aufgaben das Follow-up, die šberwachung und Koordinierung der Gacaca-Gerichtsbarkeit beinhalten.

Gegenst„ndliches Vorhaben stellt eine abschlieáende Untersttzung der Gacaca-Gerichtsbarkeit durch ™sterreich dar. ™sterreichs Beitrag betr„gt rund 61% der Gesamtkosten. Die restlichen Mittel werden von der ruandischen Regierung aufgebracht.

Projektnummer 2178-00/2008
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsfhrung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.