Sozialarbeiterinnen in der Afar Region



Projektträger: SONNE - International - Support Organisation for Non-formal Needed Education - Hilfsorganisation zur weltweiten Unterstützung von Ausbildungsprogrammen, medizinischen Projekten und ländlichen Entwicklungsprojekten Land: Ethiopia Vertragssumme: € 65.000,00 Beginn: 01.06.2006 Ende: 30.11.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Vorhaben findet im Nordosten Äthiopiens in einer der unwirtlichsten, heißesten Wüstenregion der Erde statt, in dem Gebiet der Afar Nomaden. Sie sind nomadisch lebende moslemische Viehhirten, die aufgrund ihrer abgeschiednen Lebensweise noch immer an sehr alten, menschenverachtenden Traditionen verhaftet sind und z.B. die weibliche Genitalienverstümmlung (FGM) als auch andere gesundheitsschädliche Praktiken (Aderlass, Wassertrinkverbot beim Geburtsvorgang oder anderen schweren Erkrankungen) betreiben.

Übergeordnetes Ziel dieses gender-orientierten Projekts ist Armutsbekämpfung durch "empowerment of women", also eine Verbesserung dieses oben genannten Zustandes zu erreichen und die gesellschaftliche Stellung der Afar-Frauen nachhaltig zu stärken, was zu einem verbesserten Gesundheitszustand der Frauen führen wird, eine gerechtere Aufteilung der Arbeitslast innerhalb der Familien mit sich bringt und neue Entwicklungsmöglichkeiten für Afar-Frauen schafft. Somit wird die ganze Afar-Familie durch das Projekt profitieren.

Im Zuge dieses Projekts werden die besten Schülerinnen der Alphabetisierungsklassen zu "Women Extension Workers" (WEWs - Sozialarbeiterinnen die sich vor allem um die Belange der Frauen und Kinder kümmern) ausgebildet. Nach einer 45-tägigen Anfangsausbildungsphase und ebenso langen jährlich stattfindenden Aufbaumodulen werden die 30 WEWs zu ihren insgesamt 30 nomadisch lebenden Clans zurückgebracht und betreuen diese dann entsprechend ihren Aufgaben. Ein kontinuierlich stattfindendes Motivations- und Awarnessprogramm soll die Basis für eine breite Akzeptanz und Mitarbeit innerhalb der Bevölkerung schaffen. Dieses Projekt baut auf das NRO-ADA-Kofinanzierungsvorhaben 2319-05/2005 auf und ist als Teil des umfassenden "Education and Primary Health Care Programme" von APDA und SONNE-International zu sehen.

Projektnummer 2319-12/2006
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.