Stärkung der indigenen Selbstverwaltung im Amazonastiefland, COAMA



Projektträger: Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 Land: Colombia Vertragssumme: € 744.376,00 Beginn: 31.01.2005 Ende: 31.01.2008

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Seit 1990 unterstützt Österreich gemeinsam mit anderen internationalen Gebern Organisationen im kolumbianischen Amazonasgebiet, mit dem Ziel, die indigene Selbstverwaltung zu stärken und indigene Organisationsprozesse zu unterstützen. Grundlage dafür bieten die Rechte indigener Gruppen, die seit 1991 in der kolumbianischen Verfassung verankert sind, und die teilweise in der Gesetzgebung und in Dezentralisierungsprozessen ihren Ausdruck finden.


Experten der kolumbianische NRO-Plattform Coalición Amazónica (COAMA) arbeiten im Projekt direkt mit indigenen Gemeinden und Organisation, wobei das traditionellen Wissen, Sprachen und Bildungssysteme nicht nur berücksichtigt sondern erhalten und weiterentwickelt werden. In der nunmehrigen Abschlussphase der österreichischen Zusammenarbeit stehen drei Aspekte im Mittelpunkt der Arbeit:

1) Entwicklung von Strategien, um auf der Grundlage des traditionellen indigenen Wissens die Umweltzerstörung in diesem Teil des Amazonasgebiets hintan zu halten;

2) Entwicklung und Implementierung von Erziehungsmodellen (Grund- und tw. Sekundarschule), die von der Kultur und vom Umweltverständnis der Indigenen ausgehen;

3) Förderung der Teilhabe der Frauen an Entscheidungsprozessen; und

4) Stärkung der institutionellen Kapazitäten, um die Selbstverwaltung wahrnehmen zu können.


1999 war COAMA die Preisträgerin des Right Livelihood Awards (Alternativer Nobelpreis).

Projektnummer 1491-03/2005
Mittelherkunft OEZA
Sektor Umweltschutz allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.