Unterstützung der Generaldirektion für Raumplanung DGOT



Projektträger: Ministério da Descentralização, Habitação e Ordenamento do Território Land: Cape Verde Vertragssumme: € 600.000,00 Beginn: 01.09.2008 Ende: 31.01.2011

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die OEZA ist seit den 80iger Jahren für Kap Verde ein wichtiger Partner im Bereich Stadt- und Raumplanung. Nach anfänglichen Einzelprojekten werden im Rahmen der laufenden OEZA für die Insel Santiago alle Gemeinderaumordnungspläne erarbeitet. Diese gesetzliche Basis für Raumplanung und -ordnung soll vor allem auch unter der Prämisse des Umweltschutzes einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung liefern.

Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung des Immobiliensektors sieht sich Kap Verde mit einem enormen Druck im Bereich Raumordnung konfrontiert. Es gibt ein Rahmengesetz, jedoch fehlen die einzelnen Gesetzesverordnungen, wodurch es zu Verbauung und Zersiedelungstendenzen kommt, die besonders auch für die touristische Nutzung des Landes langfristig keinen positiven Effekt haben werden. Die Nationale Generaldirektion für Raumordnung ist aufgrund ihrer derzeitigen Kapazitäten nicht in der Lage, den Bereich ausreichend zu betreuen. V.a. fehlt es an Know-how und ausreichenden Personalressourcen, um die Genehmigung der Gemeindepläne sowie die auf nationaler Ebene durchzuführenden Regionalpläne zu betreuen. Aufgrund einer direkten Anfrage durch das zuständige Ministerium für Dezentralisierung, Wohnbau und Raumordnung wurde das vorliegende Projekt ausgearbeitet, das in seinen Schwerpunkten die technische Beratung im Bereich Gesetzesvorlagen, Koordination mit anderen Ebenen, Ausbildung und Weiterbildung des zuständigen Personals, Einrichtung eines digitalen Archivs für Pläne sowie Anschaffung von Equipment vorsieht. Für den Bereich der Ausarbeitung der gesetzlichen Verordnungen wird vor allem die Einbeziehung und Anbindung an die europäische Gesetzgebung von Bedeutung sein, da im Rahmen der speziellen Partnerschaft zwischen EU und Kap Verde die normative Annäherung als ein Schwerpunkt definiert wurde. Das für zwei Jahre vorgesehene Projekt steht in engem Zusammenhang mit anderen von der OEZA finanzierten Projekten und der Budgethilfe für den Sektor Umwelt.

Projektnummer 1913-00/2008
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.