Verbesserung der Lebenssituation der intern vertriebenen Familien in der Alto Ariari Region



Projektträger: Hilfswerk Austria International Land: Colombia Vertragssumme: € 29.700,00 Beginn: 01.01.2007 Ende: 30.06.2010

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt von Hilfswerk Austria hat zum Ziel, die die produktiven Fähigkeiten und die soziale Einbindung der intern vertriebenen Familien in Alto Ariari zu stärken. Die Anzahl dieser vertriebenen Familien stieg in den letzten Jahren zunehmends. Viele Familien sind aus Angst vor bewaffneten Überfällen von den umliegenden Dörfern in die Städte geflohen, in der Hoffnung auf ein besseres und vor allem sicheres Leben. Dieses Projekt unterstützt daher 503 Familien in den Gemeinden Grananda, San Martin, El Castillo, Cubarral, El Dorado und Lejanías darin, sowohl ihre produktiven Fähigkeiten zu verbessern, als auch organisatorische Prozesse zu stärken, damit diese Familien stärker in das neue soziale Gefüge eingegliedert werden. Gleichzeitig soll vor allem den Frauen durch das Aneignen von Wissen und Methoden zur Verbesserung ihrer sozialen Situation geholfen werden.


Folgende Aktivitäten finden im Rahmen des Projektes statt:

(1) Implementierung von Einschulungsseminaren zur Verbesserung des Anbaus, der Verarbeitung und der Vermarktung von Pfeffer. Das Ziel der Vermarktungskurse ist die Etablierung einer eigenen biologischen Pfeffermarke,

(2) Verteilung von landwirtschaftlichen Gütern, Samen, Geräten und Kleintieren zur Verbesserung der aktuellen Lebenssituation und Steigerung des Familieneinkommens,

(3) Formierung von Frauenkooperativen, die in diversen Themenbereichen wie soziales Leadership und Gesundheit als auch im Marketing, Buchhaltung und anderen für die Errichtung von Mikrobetrieben wichtigen Bereichen trainiert werden. Diese Projektaktivitäten beinhalten auch die Unterstützung von 50 Mikrobetrieben, die vor allem von Frauen geführt werden. Weiters wird die Netzwerkbildung zwischen lokalen, von zugewanderten Familien ins Leben gerufenen, Organisationen gefördert. Die organisatorischen Prozesse der einzelnen Kooperativen und Gruppierungen werden durch einen kontinuierlichen Organisationsentwicklungsprozess begleitet.

Projektnummer 2325-01/2007
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere multisektorielle Maßnahmen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.