WP-MK-TEXPORT Qualifizierung von Fachpersonal der Textilbranche



Projektträger: TEXPORT Funktionsbekleidung GmbH Land: Macedonia Vertragssumme: € 125.000,00 Beginn: 01.06.2009 Ende: 30.11.2010

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Mazedonien ist von einem wirtschaftlichen Niedergang betroffen, der seit dem Zerfall Jugoslawiens und der Abkehr vom Sozialismus in den frühen 90-er Jahren weite Teile der Bevölkerung in Arbeitslosigkeit und Armut gestürzt hat. Besonders davon betroffen war auch die Bekleidungsindustrie, traditionell eine wichtige Säule der mazedonischen Exportwirtschaft; diese konnte in den letzten Jahren jedoch davon profitieren, dass aufgrund der günstigen Kostenstruktur und des soliden Qualitätsniveaus etliche westeuropäische Unternehmen Textilien und Kleider im Land produzieren lassen. Das Wachstum in der Branche war mit durchschnittlich 10% dreimal so hoch wie der sonstigen Wirtschaft. Dennoch ist Mazedonien voll dem globalen Wettbewerb ausgesetzt und muss danach trachten, durch systematische Verbesserung des Qualifikationsniveaus der in der Bekleidungsindustrie Beschäftigten und der Produktivität dem ständig wachsenden Druck standzuhalten.

Die Salzburger Firma TEXPORT, die auf die Herstellung von Berufskleidung spezialisiert ist, hat in Mazedonien ein Tochterunternehmen, PATRATEX, gegründet, und investiert nun in die Qualifizierung der für die Produktion nötigen MitarbeiterInnen. Hier setzt die Wirtschaftspartnerschaft an, indem Näherinnen, Ausbilder der Firma TEXPORT und weiterer Firmen sowie Fachkräfte des mittleren Managements und Lehrer einer lokalen Berufsschule aus- bzw. fortgebildet werden. Zur Verbesserung der Ausbildung an der lokalen Berufsschule wird zudem ein eigenes Curriculum erarbeitet, der auch für Maßnahmen der Erwachsenenbildung des mazedonischen Verbands der Bekleidungsindustrie genutzt wird. Investiert wird weiters in Maschinen, an der zunächst NäherInnen und BüglerInnen ausgebildet werden, ehe diese Maschinen der Berufsschule zur Verfügung gestellt werden. Ergänzend wird pilotartig ein Konzept zur Vermeidung und Nutzung textiler und anderer Abfälle erarbeitet und umgesetzt.

Projektnummer 2550-01/2009
Mittelherkunft OEZA
Sektor Industrie und Gewerbe
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.