Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen ist, neben Armutsbekämpfung und Friedensförderung, eines der drei übergeordneten Ziele der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Denn eine intakte Umwelt mit fruchtbaren Böden, sauberem Wasser und sauberer Luft ist die Grundvoraussetzung – sowohl für ein gesundes Leben ohne Hunger als auch für wirtschaftlichen Fortschritt. Naturkatastrophen wie Dürren, Überflutungen oder Erdrutsche haben vor allem dort verheerende Auswirkungen, wo die Umwelt bereits geschädigt ist und den Menschen keinen Schutz mehr bieten kann.

Angesichts des weltweiten Klimawandels ist es wichtig, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Fortschritte in der Entwicklung dürfen nicht von den Auswirkungen des Klimawandels zunichte gemacht werden. Und die zu erwartenden Folgen des Klimawandels müssen in der Projektplanung berücksichtigt werden.

Umweltzerstörungen treffen die ärmsten und schwächsten Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern am stärksten. Da die Menschen dort von den lokalen natürlichen Ressourcen abhängig sind. Ihr Risiko, aufgrund von schädlichen Umweltfaktoren zu erkranken, ist zudem zehn Mal höher als für EuropäerInnen. Der fehlende Zugang zu Wasser, Land oder Bodenschätzen ist der häufigste Grund für gewaltsame Konflikte in Entwicklungsländern.

Effektiver Umweltschutz kann nur gelingen, wenn er sowohl von nationalen Institutionen als auch der Bevölkerung vor Ort mitgetragen wird. Die weltweiten Veränderungen der Umwelt verlangen auch globale Kooperationen. Grundlage dafür ist eine Reihe von internationalen Umweltübereinkommen wie etwa die Rio-Konventionen für den Erhalt der biologischen Vielfalt (CBD), den Klimawandel (UNFCCC) und den Kampf gegen die Wüstenbildung (UNCCD).

Auch die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDG) beziehen sich auf den Schutz von Ökosystemen wie Wälder, Feuchtgebiete, Trockengebiete und Bergökosysteme. Neben der Förderung von spezifischen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen in den Partnerländern werden alle von der Austrian Development Agency unterstützten Maßnahmen auf ihre Umwelt-Auswirkungen geprüft, um negative Effekte zu vermeiden.