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Umwelt und natürliche Ressourcen
© ADA
Junge im Regenwald in Nicaragua

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit setzt sich für eine ausgewogene und nachhaltige Entwicklung ein. Wirtschaftlicher und sozialer Fortschritt darf dabei nicht auf Kosten der Natur basieren, sondern muss den Nutzen, den die Umwelt für alle bringt, schützen und erhöhen. Dafür gibt es viele Gründe.

Kritischer Zustand

Eine intakte Umwelt mit fruchtbaren Böden, sauberem Wasser und sauberer Luft, dem Reichtum an pflanzlichen, tierischen und mineralischen Rohstoffen bildet unsere natürliche Lebensgrundlage. Diese befindet sich jedoch in einem kritischen Zustand:

  • Fast 44 Prozent der weltweit bebauten Flächen befinden sich in Trockengebieten, in denen auch ein Drittel der Weltbevölkerung lebt.
  • In über 100 Ländern droht Land zu veröden, von dem mehr als eine Milliarde Menschen abhängig sind.
  • Zusätzlich zum Wassermangel in Trockengebieten verschlechtert sich die Wasserversorgung von einer Milliarde Menschen in Gebirgsökosystemen wie den Anden oder dem Himalaya durch Gletscherschmelze und verminderten Schneefall.
  • Der vom Forschungsinstitut Maplecroft definierte "Climate Change Vulnerability Index" sieht für weite Landesteile der OEZA-Schwerpunktländer Burkina Faso, Äthiopien, Uganda, Mosambik und Bhutan ein "extremes Risiko" negative Folgen des Klimawandels direkt zu spüren.
  • Der weltweite Energiebedarf wird bis 2030 um bis zu 55 Prozent steigen. Wird dieser zusätzliche Bedarf nicht durch klimaschonende Energieformen gedeckt, werden die CO2-Emissionen bis 2050 um 50 Prozent steigen. Um den Klimawandel und seine negativen Folgen zu mindern, wäre aber eine Senkung der CO2-Emissionen um 50 Prozent notwendig. 

Lebensgrundlagen sichern

Entwicklungsländer - und hier vor allem arme Bevölkerungsgruppen - trifft die Verschlechterung der Umweltbedingungen besonders. Drei Viertel der armen Menschen weltweit leben in ländlichen Gebieten, meist von Landwirtschaft. Ihre Ernährungssituation und Einkommenschancen sind unsicher, da es nicht genug Ressourcen wie Wasser, fruchtbares Land oder Brennholz gibt. Zudem verfügen sie kaum über Möglichkeiten, Rohstoffe schonender zu nutzen und sich gegen Katastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen abzusichern. Ihr Risiko, aufgrund von Umweltfaktoren zu erkranken, ist zudem zehn Mal höher als für EuropäerInnen. Umwelteinflüsse wie verschmutztes Wasser oder Luft sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) schuld an bis zu 20 Prozent der Erkrankungen weltweit. In vielen Entwicklungsländern zählen sie zu den häufigsten Ursachen der hohen Kindersterblichkeit.

Zusammenarbeiten - lokal...

Die Partnerschaft mit nationalen Institutionen und der Bevölkerung vor Ort ist besonders wichtig. Denn eine umweltbewusste Politik und Zivilgesellschaft in den Partnerländern, die die lokale Entwicklung aktiv gestalten und steuern, sind die beste Garantie für die schonungsvolle Nutzung und den Erhalt der Lebensgrundlagen.

...und international

Die globale Dimension der Umweltveränderungen verlangt auch globale Kooperation. Grundlage dafür ist eine Reihe von internationalen Umweltkonventionen, allen voran die drei so genannten Rio-Konventionen: über den Erhalt der biologischen Vielfalt (CBD), den Klimawandel (UNFCCC) und den Kampf gegen die Wüstenbildung (UNCCD).

Die Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit ist zudem eines der UN-Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs). Aktuell steht eine Ergänzung der MDGs mit sogenannten Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) zur Diskussion.