Trotz enormer Fortschritte in der Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele leben über 800 Millionen Menschen in extremer Armut und leiden Hunger. Obgleich weltweit ausreichend Nahrungsmittel produziert werden. Insbesondere die ländliche Bevölkerung ist in vielen Teilen der Welt von Hunger und Unterernährung betroffen: Sie können sich keine Nahrungsmittel kaufen, verfügen häufig nicht über Besitz- und Nutzungsrechte für Land und haben kaum Zugang zu Basisdienstleistungen oder politischen Entscheidungsprozessen. Häufig werden in der Landwirtschafts- und Ernährungssicherheitspolitik einzelner Länder die Klein- und KleinstbäuerInnen vernachlässigt.

Ernährungssicherheit ist eine Frage gerechter Verteilung von Ressourcen, Dienstleistungen und Gütern. Massive Ernteausfälle aufgrund von Klimakatastrophen – wie Dürre oder Überschwemmungen – soziale Konflikte und politische Unruhen verschärfen die Situation für die Betroffenen. Nahrungsmittel und Wasser werden knapp. Hungersnöte führen zum Verlust von Menschenleben und destabilisieren darüber hinaus ganze Regionen: kriegerische Konflikte und Migration sind die Folgen.

In den letzten Jahren hat der Verkauf von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen an zumeist ausländische Investoren (land grabbing) zu zusätzlichen Herausforderungen in der Sicherung der Ernährung und Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung geführt. Im Sinne der globalen Ziele der Vereinten Nationen unterstützt die Austrian Development Agency eine nachhaltige und inklusive Landnutzungsplanung, die Gewährleistung von Besitz- und Nutzungsrechten der lokalen Bevölkerung sowie die Ermächtigung und Beteiligung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Entscheidungsprozessen. Die ADA unterstützt kleinbäuerliche Familienbetriebe in ökologisch nachhaltiger und ressourcenschonender Produktion sowie der Verbesserung des Zugangs zu lokalen und regionalen Märkten. Investitionen in die lokale Infrastruktur (wie Verbesserung von Lagerhaltung und Weiterverarbeitung), Beratungs- und Finanzdienstleistungen für KleinbäuerInnen und ProduzentInnenvereinigungen tragen zur lokalen Wertschöpfung bei.