
- © by: OEZA/Stefan Pleger
Sauberes Wasser
Wasser ist Leben. Was dieser Satz wirklich bedeutet, spürt man bereits, wenn es an sauberem Trinkwasser mangelt. Insbesondere in ärmeren Staaten und Regionen mit stark wachsender Bevölkerung, etwa in Afrika oder Zentralamerika, leiden viele Menschen an Krankheiten, weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Wenn Wasser nicht aus dem Wasserhahn kommt, hat das weitreichende Auswirkungen auf eine Gesellschaft. So werden Kinder nicht selten statt in die Schule zum Wasserholen geschickt. Besonders Mädchen sind davon betroffen - ihre Ausbildung kommt häufig zu kurz.
Wasserversorgung und Verbesserung der Siedlungshygiene
Um hier einen Beitrag zur Verbesserung zu leisten, setzt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) auf den Wassersektor. Rund zehn Prozent der Budgetmittel für bilaterale Entwicklungszusammenarbeit fließen in Wasser- und Siedlungshygiene-Programme. Denn um Erkrankungen zu reduzieren, reicht es nicht aus, für sauberes Trinkwasser zu sorgen. Auch die hygienischen und sanitären Bedingungen in einer Region müssen verbessert werden.
Um die Nachhaltigkeit der Programme zu gewährleisten, fördert die OEZA fachliche Ausbildungen und den Aufbau von Managementqualitäten in öffentlichen Verwaltungen und den Privatsektoren der Partnerländer.
Nur Selbsthilfe wirkt
Österreich verfügt im Wassersektor über umfangreiches Know-how: Innovative Pilotprojekte und Ansätze, angewandte Forschung und Ausbildung werden in die Vorbereitung von nationalen Infrastrukturentwicklungsmodellen integriert. Die OEZA gibt jährlich zwischen neun und zehn Millionen Euro ihres bilateralen Projektbudgets für den Schwerpunktsektor Wasser und Siedlungshygiene aus.
Derzeit unterstützt Österreich Wasserprojekte unter anderem in den ostafrikanischen Ländern Uganda, Kenia und Ruanda, im westafrikanischen Kap Verde, Burkina Faso und Senegal, im südlichen Afrika in Mosambik, in den Palästinensischen Gebieten, im zentralamerikanischen Guatemala und in den südosteuropäischen Ländern Albanien, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Serbien und dem Kosovo.. Darüber hinaus kofinanziert die OEZA in Kooperation mit anderen Gebern die Afrikanische Wasserfazilität, eine Initiative von AMCOW (African Ministers' Council on Water).


