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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.weitere öffentliche Akteure >>

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Sauberes Wasser
Menschen beim Wasserbrunnen
© ADA

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist ausschlaggebend für gesundes Leben. Mit einfachen Hygienemaßnahmen - wie Händewaschen - können viele Krankheiten verhindert werden. Trotzdem sterben pro Jahr 1,9 Millionen Menschen an Krankheiten, die durch schlechtes Trinkwasser und mangelnder Hygiene verursacht werden.  Fast 800 Millionen Menschen leben ohne sichere Trinkwasserversorgung und 2,5 Milliarden Menschen müssen gänzlich ohne oder mit ungenügenden Sanitäranlagen auskommen.

Das soll sich ändern. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt ihre Partnerländer im Süden und Osten beim Aufbau nachhaltiger Wasser- und Sanitärversorgung. Mit Erfahrung und Know-how aus Österreich werden Anlagen gebaut und professionelle Betreiber ausgebildet. Brunnen, Pumpen und Rohre alleine reichen nicht aus. Für eine sichere Trinkwasserversorgung sind geschultes Personal, starke Institutionen und leistbare Tarife notwendig. Der Betrieb der Anlagen muss gewährleistet sein, damit die Versorgung dauerhaft funktioniert.

Wasser, Energie und Nahrung – ein Blick aufs Ganze

Keine Frage, Wassermangel steht einer positiven, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung im Wege. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit fördert seit Jahren Programme im Bereich Wasser und Siedlungshygiene und bietet vielfältiges Know-how. Nachhaltige Lösungen werden dabei eng an Energie- und Ernährungsfragen in Entwicklungs- und Schwellenländern geknüpft – aus gutem Grund: Denn bis 2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich auf mehr als neun Milliarden Menschen anwachsen. Damit steigt auch der Verbrauch lebensnotwendiger Ressourcen rasant an. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der Bedarf an Süßwasser bereits 2030 nur noch zu 60 Prozent aus natürlich erneuerbaren Wasserressourcen gedeckt werden kann. Gleichzeitig wird die Menschheit um 40 Prozent mehr Energie benötigen. Bis Mitte dieses Jahrhunderts muss die landwirtschaftliche Produktion um 70 Prozent steigen, wodurch sich die Frage nach fruchtbarem Land weiter zuspitzt. Die nachhaltige Nutzung der begrenzten Wasservorkommen ist daher auch ein Schlüsselfaktor für Frieden und Stabilität. Deshalb unterstützt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit anderen Partnern die Globale Wasserpartnerschaft (GWP), die sich weltweit für nachhaltige Wasserversorgung einsetzt.

Entwicklungszusammenarbeit bedeutet auch, gemeinsam mit den Partnern innovative Pilotprojekte sowie angewandte Forschung und Ausbildung zu unterstützen. So fördert Österreich etwa in Ostafrika die Zusammenarbeit von lokalen und internationalen Universitäten bei der Ausbildung von Limnologen und unterstützt innovative Projekte von Nichtregierungsorganisationen zur Sanitär- und Wasserversorgung. Weiters erhalten in Uganda allein durch den österreichischen Beitrag zu einem nationalen Programm jährlich ca. 60.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Wasser- und Sanitärversorgung braucht Investitionen

 ExpertInnen sind sich einig: Eine funktionierende Wasser- und Sanitärversorgung ist kostspielig. Die allein für Afrika erforderlichen Investitionsmittel von rund 20 Milliarden Euro jährlich können nicht ausschließlich von der Entwicklungszusammenarbeit gedeckt werden. Diese kann aber durch den gezielten Einsatz von Mitteln zusätzliches Kapital mobilisieren, denn für Maßnahmen im Wassersektor stehen günstige Kredite bereit. Die Voraussetzung für eine Kreditfinanzierung sind gut ausgearbeitete Projekte, für die auch die Rückzahlung realistisch dargestellt werden kann. Dies stellt jedoch viele Länder vor große Herausforderungen. Die Afrikanische Wasserfazilität, eine Initiative des Afrikanischen Wasser-Ministerrates (AMCOW), hilft daher bei der Ausarbeitung von Projekten. Auch Österreich trägt in Kooperation mit anderen Gebern zur Afrikanischen Wasserfazilität bei.