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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Entwicklungszusammenarbeit ist wichtig, weil ...

Portraitfoto Rachel Ye
© ADA/Frank Helmrich

"Ich wünsche mir, dass Österreich sein Engagement für Berufsbildung in Burkina Faso fortsetzt. Heute wird der traditionelle Männerberuf des Webers in Burkina Faso von vielen Frauen ausgeübt. Sie schaffen mit Kleinst­­krediten den Weg in die Selbständigkeit und sind so finanziell unabhängig. Österreich unterstützt Burkina beim Ausbau der Berufsbildung. Berufs­­schul­lehrerinnen und -lehrer werden ausgebildet, moderne Lehrpläne erarbeitet und Lehrwerkstätten geschaffen. Damit sich unser Land wirtschaftlich entwickelt und wir gegen die hohe Arbeitslosigkeit ankämpfen, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte und TechnikerInnen."

Rachel Ye, Auslandsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, Ouagadougou


Bildung macht den Anfang

"In meiner Generation war lediglich ein Prozent der Studierenden Frauen. Vieles hat sich verändert: Heute besuchen rund 20 Prozent der Mädchen eine Universität. Im Bezirk Ouagadougou gehen gleich viele Mädchen wie Buben die Schule. In ländlicheren Bezirken konnte diese Gleichberechtigung noch nicht durchgesetzt werden: Im Norden Burkina Fasos sind nur 15 Prozent Schülerinnen und Schüler Mädchen. Die Folgen: Sie erlernen keinen Beruf und finden keine Arbeit."

Fit für einen Job

Gemeinsam mit der Schweiz und Dänemark unterstützt Österreich den Aufbau von Berufsbildungszentren für landwirtschaftliche Berufe in den ländlichen  Provinzen Burkina Fasos. Kinder und Jugendliche in abgelegenen Regionen erhalten so die Chance auf staatlich anerkannte Ausbildung in ihrer Muttersprache. Damit nehmen Identität und Kultur in der Schule einen wichtigen Stellenwert ein und fördern Bildungserfolge. Heute trägt die moderne Bildung erste Früchte: BäuerInnen, die lesen, schreiben und rechnen können, haben ihre Erträge deutlich gesteigert.

"Die Berufsschule in Koutoura ist für mich eine Chance", betont der Berufsschüler Cyrille Yameogo. "Ich freue mich über das Gemüse, das ich im Schulgarten gezogen habe. Die grünen Bohnen sind besonders schön gewachsen. Später möchte ich eine große Landwirtschaft leiten, aber dazu muss ich besser Lesen und Schreiben lernen. Hier in der Berufsschule werde ich in meiner Muttersprache Dioula unterrichtet. Das fällt mir leichter als Französisch, das in meinem kleinen Dorf niemand versteht. Ich habe auch noch nie so schön gewohnt wie im Internat. Wir teilen uns zu viert ein richtiges Zimmer mit Stockbetten und es gibt immer genügend Wasser zum Waschen."