ADA bei der Uganda Water Week: Highlights einer arbeitsreichen Woche

Anlässlich der vierten Uganda Water Week präsentierte unser Büro in Uganda die Ergebnisse des kürzlich abgeschlossenen Wasser- und Sanitärprojektes bei einer Podiumsdiskussion und unterzeichnete einen Vertrag, um Ugandas Feuchtgebiete zu schützen.

Unser lokales Büro für Entwicklungszusammenarbeit in Kampala veranstaltete am Weltwassertag am 22. März eine Podiumsdiskussion anlässlich des erfolgreichen Abschlusses des vierjährigen EU-TF WASH-Projektes (European Union Trust Fund Water and Sanitation). Das Programm wurde vom EU-Treuhandfonds für Afrika als Antwort auf den drastischen Anstieg von Flüchtlingen in Uganda von 200.000 im Jahr 2014 auf mehr als eine Million im Jahr 2017 finanziert. Ziel des Projektes war eine nachhaltige Wasserversorgung in Flüchtlingslagern sowie langfristige Sanitärlösungen.

Zahlreiche wichtige Interessenvertreter nahmen an der Diskussion teil, darunter VertreterInnen des Ministry of Water and Environment (MWE), sowie unsere Entwicklungspartner EU, UNHCR, GIZ, die Weltbank und die Französische Entwicklungszusammenarbeit. Herausforderungen, gewonnene Erkenntnisse der Umsetzung des Projektes in Norduganda sowie Empfehlungen für zukünftige WASH-Projekte wurden besprochen.  

Eine virtuelle Exkursion führte den Teilnehmenden die Errungenschaften des Projektes vor. Dazu zählt in erster Linie, dass die betroffenen Flüchtlingslager nicht mehr abhängig von Wasserversorgung per Lastwägen sind. Andere Highlights waren die Integration der lokalen Bevölkerung in die Wasserversorgung, ein nachhaltiges Wartungsmodell und schließlich die Übergabe der neuen Wasserinfrastruktur an die zuständige Regierungsbehörde, den Northern Umbrella for Water and Sanitation. Die Evaluierung zeigt bereits einen Rückgang von durch Wasser übertragene Krankheiten. Das Projekt hat für zukünftige ähnliche Programme klar neue Standards gesetzt.

Unser nächstes Projekt

Am selben Tag unterzeichnete unser Team in Uganda auch einen Fördervertrag mit dem United Nations Development Programme (UNDP) für das Projekt Restoration of Wetlands and Associated Catchments Project in Eastern Uganda. Die Wiederherstellung von Feuchtgebieten ist eine Initiative für besseres Management von natürlichen Ressourcen und für bessere Klimaresistenz. Das Projekt wird die ugandische Regierung unterstützen, ihre Feuchtgebiete durch eine integrierte, gerechte und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser wiederherzustellen. Wir steuern etwa 1,9 Million Euro bei. Wir ergänzen damit ein bereits bestehendes Projekt, das vom Green Climate Fund (GCF) finanziert wird. Rund 264.000 Menschen aus 66.000 Haushalten werden direkt davon profitieren. Indirekt sind es knapp 1,1 Millionen Menschen in den Bezirken Budaka, Butaleja, Butebo, Kibuku and Namutumba, die besonders vom Rückgang der Feuchtgebiete betroffen sind.

Unsere Arbeit in Uganda

Die Ergebnisse unseres EU-TF WASH-Projektes wurden anlässlich der vierten Uganda Water and Environment Week (UWEWK) präsentiert, die vom MWE als hybrides (physisches und virtuelles) Event vom 21. bis 26. März 2021 veranstaltet wurde. Als zentraler Entwicklungspartner war unser lokales Team unter den wenigen physisch teilnehmenden Stakeholdern. Zu Beginn des Events wurden die drei wichtigen internationalen Tage in Erinnerung gerufen: der Welttag des Waldes am 21. März, der Weltwassertag am 22. März sowie der Welttag der Meteorologie am 23. März. Wir konnten die Organisatoren zudem ermutigen, UmweltaktivistInnen der Fridays For Future-Bewegung zu einer Podiumsdiskussion einzuladen, um die Gefahr des Klimawandels für den Wassersektor hervorzuheben.

Wir arbeiten seit über 20 Jahren mit der ugandischen Regierung zusammen. Wasser und Umwelt gehören dabei zu unseren Prioritäten im ostafrikanischen Land. Zu unseren Beiträgen in diesem Sektor zählt etwa das dezentralisierte Wassermanagementmodell ("Water Umbrellas"), das zuerst im Südwesten Ugandas getestet und seitdem im ganzen Land eingeführt wurde.

Dank dieser Expertise wurden wir von der EU ausgewählt, das WASH-Projekt des Support Programme to the Refugee Settlements and Host Communities in Northern Uganda (SPRS-NU) umzusetzen. Wir haben das Projekt von Dezember 2016 bis November 2020 in enger Zusammenarbeit mit dem MWE, UNHCR und OPM erfolgreich implementiert. Bei Kosten von 4,9 Millionen Euro profitierten geschätzte 145.000 Menschen von unserer Arbeit.