Frauen, Friede und Sicherheit am Kaukasus

Auf Frauen wirken sich Konflikte besonders gravierend aus. Frauen müssen daher eine zentrale und aktive Rolle auch in allen Phasen von Friedensprozessen spielen.

Im Schwarzmeerraum und Südkaukasus, jeweils Regionen mit zum Teil noch aktiven Konflikten beziehungsweise gescheiterten Friedensprozessen, fördert die Austrian Development Agency (ADA) daher seit 2017 ein Projekt des Global Networks of Women Peacebuilders. Die Initiative zielt darauf ab, die UN-Sicherheitsratsresolution 1325 zu Frauen, Friede und Sicherheit und ihre Folgeresolutionen in der Region bekannter zu machen. Ihr vorrangiges Ziel ist, Frauen in Kriegen besser zu schützen und ihre Rolle in Friedensverhandlungen und beim Wiederaufbau zu stärken.

Dafür werden Gemeindevertrerinnen und -vertreter, Regierungsbeamtinnen und -beamte sowie Angehörige der Zivilgesellschaft in Workshops ausgebildet. In Georgien und der Ukraine werden konkrete Strategien zur Umsetzung der bereits bestehenden Nationalen Aktionspläne entwickelt. In Armenien und Moldau müssen zunächst nationale Aktionspläne erarbeitet werden. Ergänzend dazu erhalten auch Medienvertreterinnen und -vertreter Trainings, damit sie das Bewusstsein für eine aktive Teilnahme von Frauen in Friedensprozessen entwickeln und diese durch Medienberichte vor Ort bekannt machen.

"Für Journalistinnen und Journalisten sowie Medienvertreterinnen und Medienvertreter ist es enorm wichtig, über die Aspekte der Gleichberechtigung der Geschlechter Bescheid zu wissen. Daher unterstützt und begrüßt das ukrainische Staatskomitee für Rundfunk und Fernsehen die Fortbildungen im Bereich Frauen, Frieden und Sicherheit in vollem Umfang", erklärt der Leiter des ukrainischen Staatskomitees für Rundfunk und Fernsehen, Mykola Bilous.