Leave no one behind – Inklusion leben

EU-Projekt „Bridging the Gap” unterstützt mit Trainings die Verankerung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit.

Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ADA, des Außenministeriums sowie Vertreterinnen und Vertreter von Partner-NGOs nahmen an Trainings zur Verankerung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit teil.

Die Förderung der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen ist ein Anliegen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Dass für die weltweite Reduzierung von Ungleichheiten jedoch nicht nur Projekte und Programme in Entwicklungs- und Schwellenländern erforderlich sind, zeigen Trainings des Vorzeigeprojekts "Bridging the Gap" der Europäischen Union in Wien.

"Leave no one behind" nachhaltig verankern

Aufzeigen, was Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Austrian Development Agency (ADA), des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) und ihrer Partnerorganisationen selbst tun können, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen umzusetzen - das hatten zwei Trainings Anfang April zum Ziel. "Leave no one behind", das Grundprinzip der Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), war zugleich übergreifendes Thema und roter Faden der Schulung. Insgesamt 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte der ADA und des BMEIA sowie Kolleginnen und Kollegen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) nahmen daran teil.

"Bridging the Gap" berät Regierungen und internationale Geber zur Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungs- und Schwellenländern und stärkt Behindertenrechtsorganisationen. Durch gezielte Förderung der Kenntnisse ihrer Vertreterinnen und Vertreter wird das Thema Inklusion nachhaltig in Organisationen verankert. Ziel des partizipativ und praxisorientierten Trainings in Wien war, das Bewusstsein und Wissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu schärfen. Letztendlich sollen so mehr inklusive Programme und Projekte umgesetzt und Inklusion auf Organisationsebene verankert werden.

"Mit dem EU-Vorzeigeprojekt "Bridging the Gap" bauen wir starke internationale Unterstützung für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen auf. Es soll keinen Platz für Diskriminierung und Ungleichbehandlung mehr geben. Die Durchführung der Trainings in Wien war mir persönlich ein großes Anliegen. Es ist bestärkend, zu sehen, dass viele meiner Kolleginnen und Kollegen und auch unsere Partnerorganisationen daran teilgenommen haben", zeigt sich Sonja Sattmann-Grabner, Fachreferentin für Governance, Menschenrechte und Migration der ADA und die Organisatorin des Trainings in Wien, nach Abschluss der Schulung erfreut.

Weltweit Ungleichbehandlung reduzieren

Das vierjährige Vorhaben in Höhe von insgesamt knapp 7 Millionen Euro wird von sechs Partnerorganisationen umgesetzt und kofinanziert. Die Hauptfinanzierung leistet die EU. Die ADA ist eine dieser Partnerorganisationen und hat selbst 300.000 Euro zu dem Programm, das kurz "BtG" genannt wird, beigetragen. Sie wurde von der EU für die Umsetzung der Initiative in Äthiopien beauftragt, das seit 1993 Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist. Die ADA-Projektverantwortlichen vor Ort Shitaye Astawes und Pia Korpinen reisten aus der Hauptstadt Addis Abeba an, um als Trainerinnen ihre Erfahrungen zu teilen.

UN-Behindertenrechtskonvention in 5 Ländern vorantreiben

Bridging the Gap hat die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in den Projektländern Äthiopien, Burkina Faso, Ecuador, Paraguay und im Sudan zum Ziel. Die spanische Internationale und Ibero-Amerikanische Stiftung für Verwaltung und öffentliche Politik (FIIAPP) ist die führende umsetzende Organisation. Das Projektkonsortium besteht zudem aus drei Entwicklungsagenturen der EU-Mitgliedstaaten Österreich (ADA), Italien (IADC) und Spanien (AECID) sowie dem Internationalen Behinderten- und Entwicklungskonsortium (IDDC) und dem Europäischen Behindertenforum (EDF). Das finnische Außenministerium und das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen tragen ebenfalls dazu bei.