Auf Besuch in Moldau

ADA-Geschäftsführer Friedrich Stift war auf Dienstreise in unserem Partnerland Moldau und besuchte dort unser Team vor Ort, unsere Partner und Projekte sowie Entscheidungsträger.

Vor kurzem stattete ADA-GeschäftsführerFriedrich Stift unserem Schwerpunktland Moldau einen ersten Besuch als Geschäftsführer der Austrian Development Agency ab. Stift stellte sich unserem Team in Chişinău vor und besuchte gemeinsam mit Gunther Zimmer, dem Leiter unseres Auslandsbüros in Moldau, und Stella Avallone, Österreichs Botschafterin in Moldau, von uns geförderte Projekte und führte Gespräche mit unseren Partnern und Entscheidungsträgern.

Gewappnet für den Klimawandel

Moldau zählt zu ärmsten Länder Europas. Entsprechend benötigt das Land Unterstützung, um notwendige Klimamaßnahmen umzusetzen. Stift besuchte ein von uns gefördertes Projekt des United Nations Development Programmes (UNDP) in Sărăteni. Mit der hier erbauten Rettungs- und Feuerwehrstation ist die Bevölkerung nun besser für Naturkatastrophen gerüstet.

Auf dem Programm stand auch das Schutzgebiet am unteren Nistru/Dniester, wo die ADA ein Projekt unterstützt, um den klimabedingten Druck auf die Biodiversität zu reduzieren und das Ökosystem langfristig zu sichern.

Von DevRam zu LOCOMO

Nicht auf der Agenda fehlen durfte die Stadt Cantemir. Hier haben wir erst kürzlich unser Drittmittelprojekt Development of Rural Areas in the Republic of Moldova (DevRam) zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur abgeschlossen. Dazu zählte auch der Bau einer neuen Wasseraufbereitungsanlage und eines neuen Kanalisationsnetzes.

Seit Anfang dieses Jahres setzen wir zudem ein neues Drittmittelprojekt für die EU um, dessen Projektteam Stift besuchte. MitEU4Moldova: Local Communities (LOCOMO) unterstützen wir ausgewählte Gemeinden in der Republik Moldau, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen von COVID-19 zu bewältigen. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Wassermanagement und Berufsausbildung.

Beschäftigung durch Bildung

Wirtschaft und Beschäftigung gehören ebenfalls zu den Schwerpunkten unserer Projekte im südosteuropäischen Land. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir dabei der Berufsaus- und Weiterbildung. Junge Menschen sollen dadurch besser qualifizierte Arbeit finden.

Friedrich Stift und Gunther Zimmer besuchten ein laufendes VET-Projekt (Vocational Education and Training) des United Nations Population Fund (UNFPA), das über 6.000 jungen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern soll. Die Bäckerei Panilino ist eines der Unternehmen, die im Rahmen desselben Projektes ein besonders jugendfreundliches Arbeitsumfeld für junge VET-Spezialistinnen und -Spezialisten geschaffen haben, um diesen Perspektiven in ihrer Heimat zu bieten.

Hochrangige Gespräche

Die Zusammenarbeit mit der moldauischen Regierung ist dabei essenziell für unsere Arbeit. Stift tauschte sich daher während seines Aufenthaltes in Moldau mit Vizepremier und Minister für Infrastruktur und regionale Entwicklung Andrei Spînu, Wirtschaftsminister Sergiu Gaibu, und den Staatssekretärinnen Ana Mardare und Iordanca-Rodica Iordanov aus. Die hochrangigen Gespräche zeigen die Bedeutung der österreichisch-moldauischen Kooperation für das Land.