Mehr Chancengleichheit in Albanien

Wir unterstützen das Regional Development Programme in Albanien (RDPA), das regionale Ungleichheiten im Land reduziert und die sozialen und ökonomischen Potenziale ausgewählter Gemeinden verbessert.

In Albanien gibt es eine erhebliche Kluft zwischen den verschiedenen Regionen. Die Hauptstadt Tirana, gleichzeitig die bevölkerungsreichste Stadt des Landes, entwickelt sich rasch. In den abgelegenen Gebieten im Norden benötigen Menschen hingegen teilweise bis zu zwei Stunden, um zur Schule, zum Krankenhaus, zu kulturellen Einrichtungen oder zur Arbeitsvermittlung zu kommen. 

Gemeinsam mit der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit unterstützen wir daher das Regionale Entwicklungsprogramm in Albanien. Dieses vergibt Zuschüsse an Gemeinden, um ihre Infrastruktur in den Bereichen Bildung, Gemeinde, Kultur und Tourismus zu verbessern. 22 Gemeinden erhalten Förderungen im Gesamtwert von fast 2,7 Millionen Euro. Wir unterstützen das Programm mit 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren. Im Rahmen des Projekts werden 230 Bedienstete der Gemeinden und des Albanischen Entwicklungsfonds geschult, Projekte zu konzipieren und zu planen, Förderverträge zu managen und die finanzielle Abwicklung zu prüfen.

Gleiche Ausgangslage für alle

Insgesamt profitieren 1,18 Millionen Personen in verschiedenen Gemeinden von den Zuschüssen. Die Gemeinde Kamza in der Nähe der albanischen Hauptstadt Tirana baut ihren ersten Kindergarten für die überwiegend aus der Roma Community stammende Bevölkerung. Lezha, eine Stadt nördlich von Tirana, baut zwei Brücken, eine Anlegestelle und Fahrradstationen. Die Menschen in der Stadt Kavaja südwestlich von Tirana erhält ein vollständig renoviertes Kino.

Der Bau des öffentlichen Kindergartens für 80 Kinder in Kamza bietet Eltern – insbesondere Müttern – die Möglichkeit zu arbeiten. Die Menschen im erdbebengeschädigten Lezha gewinnen mit dem Bau eines Erholungsgebiets mit einem attraktiven Steg und Brücken mehr Lebensqualität. Durch die Renovierung des alten Kulturpalastes "Aleksander Moisiu" im Herzen Kavajas müssen die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt nicht mehr nach Tirana oder Durres fahren, um einen Film oder ein Theaterstück zu sehen.

All diese Initiativen tragen zur sozioökonomischen Entwicklung kleinerer, zurückgebliebener Gemeinden bei und schaffen dort Lebensqualität für alle.