Migration und Entwicklung – Das Engagement geht weiter

6 fortgesetzte Projekte der Zivilgesellschaft tragen zu verbesserten Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden bei.

Über 70,8 Millionen Menschen waren Ende 2018 laut UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) weltweit auf der Flucht. Sie mussten wegen gewaltsamer Konflikte, Verfolgung oder schwerer Menschenrechtsverletzungen ihre Heimat verlassen. Mit der Weiterführung von 6 Projekten unterstützt die Austrian Development Agency (ADA) die unmittelbare Versorgung von Flüchtlingen und hilft Aufnahmegemeinden, dieser globalen Herausforderung zu begegnen. Gemeinsam mit ihren Partnern sorgt die ADA so für verbesserte Lebensbedingungen für die Menschen in Krisenregionen. Und sie trägt zur gestärkten Widerstandsfähigkeit von Flüchtlingen, der lokalen Bevölkerung, Migrantinnen und Migranten sowie Binnenvertriebenen oder freiwilligen Rückkehrerinnen und Rückkehrern bei.

Ursprünglich reichten österreichische zivilgesellschaftliche Organisationen diese Projekte 2017 als Reaktion auf den ADA-Call „Migration und Entwicklung / Flucht-Asyl-Rückkehr“ ein. Ihr Vorsatz: Die Bereiche Migration und Entwicklung positiv verknüpfen und eine Brücke zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit schlagen. Diesem Ziel sind die einzelnen Initiativen gerecht geworden. Für weitreichenderen Impact hat die ADA nun die Weiterführung dieser Maßnahmen beschlossen.

Geflohenen Menschen und lokalen Aufnahmegemeinden wird in den folgenden Ländern geholfen: 

Äthiopien, Jordanien, Libanon, Pakistan, Afghanistan und Uganda

Die ADA ermutigte Anfang 2019 ihre Partner, Projektanträge für eine zweite Phase einzureichen. So sollte die Nachhaltigkeit der erreichten Resultate verbessert werden. Die Fortsetzung aller 6 Projekte von Diakonie Austria, CARE, HORIZONT3000, SOS-Kinderdorf, Caritas Österreich und VIDC sowie des Österreichischen Roten Kreuzes wurde nun genehmigt. Sie beschäftigen sich mit verbesserter Wasser- und Sanitärversorgung, Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, Zugang zu Bildung für Menschen mit Behinderungen, Berufsausbildung und Ernährungssicherheit. Die Projekte werden gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen umgesetzt, die die Lebenssituation der Betroffenen besonders gut kennen.

Der Start der zweiten Phase von 3 Projekten hat bereits begonnen, 3 weitere Projekte beginnen Anfang 2020.