Internationaler Tag der Flüsse - Österreich unterstützt Albanien und Moldau beim Schutz ihrer Lebensadern

Saubere Gewässer tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei und sind Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen. Schutz und Nutzung sollten daher stets in Einklang sein. Wir unterstützen unsere Schwerpunktländer Albanien und Moldau, ihr kostbares Flusswasser nachhaltig zu schützen.

Der größte Teil des vom Menschen genutzten Wassers stammt aus Flüssen. Die nachhaltige Bewahrung und Pflege von Flüssen und Bächen steht daher im Mittelpunkt des seit 2005 jährlich initiierten “Internationalen Tages der Flüsse“, der heuer auf den 26. September fiel. An diesem Tag soll das öffentliche Bewusstsein für den Wert von Flusswasser im Wasserkreislauf sichtbar gemacht und erhöht werden. Weltweit sind zwei Milliarden Menschen in 148 Ländern vom Grundwasser aus 276 grenzüberschreitenden Einzugsgebieten abhängig, die 60 Prozent der weltweiten Süßwasserflüsse beheimaten. Der Schutz dieser Ressourcen ist unerlässlich.
Wir setzen uns für eben jenen Schutz ein und unterstützen Projekte zur nachhaltigen, länderspezifischen Bewirtschaftung von Flusseinzugsgebieten in unseren südost- und osteuropäischen Schwerpunktländern Albanien und Moldau.

2,9 Millionen Menschen profitieren durch verbesserten Gewässerschutz in Albanien

Albanien ist reich an natürlichen und kostbaren Wasserressourcen. Diese hilft Österreich nachhaltig und langfristig zu sichern. Das von uns umgesetzte und von der Europäischen Union (EU) und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) finanzierte Projekt EU Support to Integrated Water Management (EUSIWM) zielt darauf ab, die Entwicklung und Umsetzung von Managementplänen für ausgewählte Flussgebiete voranzutreiben und die Fortschritte Albaniens bei der Erfüllung der Anforderungen der EU-Wassergesetzgebung zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen die Flussgebiete Mati, Ishem und Erzen, für die es bisher keine Wassermanagementpläne gab. Die Gebiete nahe den Städten Tirana, Durres, Kavaja, Kruje und Lezhe sind wichtige Wirtschafts- und Tourismuszentren. Rund 2,9 Millionen Menschen profitieren von dem ambitionierten Projekt durch verbesserten Zugang zu Trinkwasser, verbesserte Wasserqualität, Gesundheit und Lebensbedingungen. „Es ist notwendig, die Qualität der Gewässer zu erhalten und sie sauber zu halten, um den Menschen nachhaltige Lebensbedingungen zu ermöglichen und eine Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 zu fördern,“ sagt Simone Ungersböck, Leiterin unseres Auslandsbüros in Tirana.

Gesunde Ökosysteme gegen den Klimawandel in Moldau

In Moldau unterstützt Österreich zwei Projekte, die den Schutz der beiden größten Flüsse des Landes zum Ziel haben. Am Unterlauf des Flusses Nistru im Osten des Landes entsteht ein Nationalpark. In diesem sollen Fauna und Flora geschützt, das sensible Flussökosystem erhalten und Flussanrainer gegen Überschwemmungen abgesichert werden. Als Begleitmaßnahme setzt das Projekt auf eine verbesserte Wasserversorgung für mehrere Gemeinden entlang des Flusses sowie die Aufforstung der Uferzonen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Entlang des Flusses Prut an der moldauisch-rumänischen Grenze erstreckt sich ein mehr als 14.000 Hektar großes Feuchtgebiet, das ein Mosaik an Wasserökosystemen, Wiesen und Wäldern bildet. Das Biosphärenreservat „Prutul de Jos“ ist das erste Schutzgebiet Moldaus mit internationalem Status. Die Interessensvertretung des Reservats soll mit österreichischer Unterstützung geschult werden, dieses künftig effektiv und nachhaltig zu managen. Die Bevölkerung soll sensibilisiert werden, warum dies notwendig ist. „Der Internationale Tag der Flüsse ist eine gute Gelegenheit, die Herausforderungen des Klimawandels aufzuzeigen, da bereits jetzt Auswirkungen auf die moldauischen Flussgebiete und damit auf die an den Flüssen lebenden Menschen zu beobachten sind“, erklärt Gunther Zimmer, Leiter unseres Auslandsbüros in Chisinau.

Alle Projekte werden von der OEZA mit insgesamt rund drei Millionen Euro kofinanziert. Für ADA-Geschäftsführer Botschafter Friedrich Stift ist das Engagement für die Lebensadern der beiden Länder von hoher Bedeutung: „Österreichs Beitrag zum Erhalt von Flüssen und seiner Einzugsgebiete in unseren Schwerpunktländern in Albanien und Moldau ist eine nachhaltige Investition in den Klima- und Umweltschutz und schafft einen Mehrwert für künftige Generationen."