Die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, fördert Vorhaben der Entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung in Österreich in vier Aktionsfeldern:

- LERNENBildung - Globales Lernen/Global Citizenship Education; Kulturvermittlung/-austausch
AUFMERKSAMKEIT: Informationsarbeit, Kampagnen, Anwaltschaft, Medien
- EINSATZ: Freiwilligeneinsätze
WISSEN: Wissenschaft & Publizistik

Antragsberechtigt sind juristische Personen gemäß § 3 (2) des Entwicklungszusammenarbeitsgesetzes. Einzelpersonen können keine Anträge stellen.

Die maximale Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. Die Mindestantragssumme für Förderungen ist EUR 20.000.

Gefördert werden Projekte, die Grundfragen weltweiter Entwicklung und die daraus abgeleitete globale Vernetzung Österreichs zum Thema machen und sich vorrangig an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in allen gesellschaftlich relevanten Sektoren, an Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft sowie an die allgemeine Öffentlichkeit richten. Inhaltlich-qualitative und formale Anforderungen für Fördervorhaben im Inland finden Sie hier: ADA-Förderrichtlinie Entwicklungspolitische Kommunikation und Bildung in Österreich
 


JETZT EINREICHEN!

AUFRUF 2021: EINLADUNG ZUR PROJEKTEINREICHUNG

Die nächste Einreichfrist für Förderprojekte der Entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung in Österreich endet am 
11. Mai 2021.

Die Agenda 2030 als Kompass aus der Krise: Die Umsetzung der globalen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) ist durch die weltweite COVID-19 Pandemie stark unter Druck geraten. Dennoch gilt es, an den vereinbarten Zielen festzuhalten und die Krise für grundlegende Veränderungen unserer Gesellschaften zu nutzen, um eine nachhaltige Erholung und Entwicklung sowie die Menschenrechte aller Menschen zu garantieren.

Im Zentrum der Förderungen im Jahr 2021 stehen weiterhin die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) für mehr soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Wirtschaft und Klimaschutz weltweit. Damit will die ADA weitere Impulse zur Diskussion und Umsetzung anregen, um konkrete Wege in eine ökologische und sozial gerechte Zukunft zu finden. Hintergründe aktueller weltweiter Entwicklungen und deren global-lokale Zusammenhänge sollen beleuchtet werden, die Bedeutung der SDGs diskutiert, Kenntnisse und Kompetenzen gefördert, Lernräume und Engagement eröffnet sowie neue Allianzen zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren und Politikfeldern gestärkt werden.

Ungleichheiten & globale Partnerschaften
Besondere Förderschwerpunkte im Aufruf 2021 sind die Themen "Weniger Ungleichheiten" (SDG 10) und "Globale Partnerschaften" (SDG 17). Die tieferen Ursachen und Auswirkungen von Ungleichheiten in einem globalen Kontext sollen beleuchtet, sowie deren Beseitigung/Verringerung in den Fokus gerückt werden. Gleichzeitig sollen die Vorhaben den notwendigen gesellschaftlichen Zusammenhalt aufzeigen, Partnerschaften auf allen Ebenen ermöglichen.

Zwar sind alle Menschen und Gemeinschaften von der COVID-19 Pandemie betroffen, manche trifft es jedoch stärker als andere. Die Krise hat die bestehenden Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten aufgedeckt und verschärft. Insbesondere marginalisierte Gruppen sind am meisten von den Auswirkungen betroffen. Im globalen Süden sind die verwundbarsten Menschen, darunter die in der informellen Wirtschaft Beschäftigten, ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Behinderungen, Angehörige indigener Bevölkerungsgruppen, Migrantinnen und Migranten und Flüchtlinge, noch stärker gefährdet. Weltweit trifft die Pandemie junge Menschen unverhältnismäßig hart, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt und in ihren Bildungschancen. Frauen und Mädchen sehen sich neuen Barrieren und Gefahren gegenüber, die von einer Schattenpandemie der Gewalt zu zusätzlicher Belastung durch unbezahlte Pflegearbeit und Homeschooling reichen.

Hier in Österreich, aber auch auf globaler Ebene ist Zusammenarbeit und solidarisches Handeln wichtiger denn je!

Der Einreichtermin gilt für Projekte und Programme, die ab 2022 durchgeführt werden. Im Einzelfall können Vorhaben, die noch im Lauf des Jahres 2021 beginnen und einen Laufzeitbeginn im 4. Quartal haben, eingereicht werden.

Bevorzugt gefördert werden Projekte, die in Kooperation mit PartnerInnen außerhalb des entwicklungspolitischen Bereichs durchgeführt werden - insbesondere Dialog- und Netzwerkinitiativen, die die Beteiligung vieler/vielfältiger Stakeholder initiieren und insbesondere junge Menschen ansprechen.

Die Förderentscheidung wird den Antragstellenden voraussichtlich im 4. Quartal 2021 mitgeteilt werden.

Die Zusammenarbeit zwischen ProjektpartnerInnen und der Austrian Development Agency erfolgt in mehreren Schritten: Ablauf der Antragstellung und der Projektabwicklung.

Information zum Schutz personenbezogener Daten.

Weiterführende Links:
- Plattform Bildung2030 - Schwerpunkt Weniger Ungleichheiten - Bildungsangebote, didaktische Materialien und Hintergrundliteratur zu SDG 10
- C3 – Bibliothek für Entwicklungspolitik - Thema im Blick: Globale Ungleichheit - Bücher und Medien zu SDG 10
"Beste aller Welten – Reden über Ungleichheit" - Nachlese zur Auftaktveranstaltung zur Web-Entwicklungstagung als Einführung und Überblick zum Thema Globale Ungleichheiten
- #WEBET2020: Global inequalities in the covid-19 pandemic
- "Ein feministischer Blick auf entwicklungspolitische Erwachsenenbildung" (Beitrag von Katharina Novy im Rahmen der ADA-Dialogveranstaltung 2019)
Ressourcensammlung zu Gender & Covid-19 von WIDE - Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven

Vereinte Nationen und SDGs:
- Offizielle UN SDG-Plattform
Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Österreich und die Agenda 2030/SDGs:
Freiwilliger Nationaler Bericht zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele / SDGs (FNU)
Nachhaltige Entwicklung – Agenda 2030 / SDGs in Österreich