Vorhaben, die der Entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung in Österreich dienen, können von der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, gefördert werden.

Aktionsfelder:

     

  • LERNEN: Bildung/Globales Lernen; Kulturvermittlung/-austausch
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  • AUFMERKSAMKEIT: Informationsarbeit, Kampagnen, Anwaltschaft, Medien
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  • EINSATZ: Freiwilligeneinsätze
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  • WISSEN: Wissenschaft & Publizistik
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Antragsberechtigt sind juristische Personen gemäß § 3 (2) EZA-Gesetz. Einzelpersonen können keine Anträge stellen.

Die maximale Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. Die Mindestantragssumme für Förderungen ist EURO 10.000.

Inhaltlich-qualitative und formale Anforderungen/Grundlagen für Fördervorhaben im Inland:

ADA-Förderrichtlinie Entwicklungspolitische Kommunikation und Bildung in Österreich

Inhaltlicher Fokus:
Gefördert werden Projekte, die Grundfragen weltweiter Entwicklungen und die daraus abgeleitete globale Vernetzung Österreichs zum Thema machen und sich vorrangig an MultiplikatorInnen in allen gesellschaftlich relevanten Sektoren, EntscheidungsträgerInnen in Politik und Wirtschaft sowie an die allgemeine Öffentlichkeit richten.

Die Projekte orientieren sich an den Schwerpunktthemen des aktuellen Dreijahresprogrammes der österreichischen Entwicklungspolitik. Die Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) bilden für die Projekte einen grundlegenden Rahmen.

 

Aufruf 2019: Einladung zur Projekteinreichung

Die Einreichfrist für Förderprojekte der Entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung in Österreich endete am 2. Mai 2019.

Den inhaltlichen Rahmen der Förderungen bilden weiterhin die Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Die ADA will damit weitere Impulse zur Diskussion und Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele setzen. Vorhaben in Österreich werden gefördert, die weltweite Zusammenhänge von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt deutlich machen, sowie die notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen fördern, um die globalen und komplexen Herausforderungen zu bewältigen und nachhaltige Entwicklung kompetent zu gestalten.

Die Themen Globales Lernen/ Global Citizenship Education, Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte, Frieden, Weltwirtschaft, nachhaltige Entwicklung / Umwelt, verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsweisen stehen im Zentrum der Förderungen. Hintergründe aktueller weltweiter Entwicklungen sollen beleuchtet werden, die Bedeutung der SDGs diskutiert, Lernräume und Handlungsmöglichkeiten eröffnet, Engagement gefördert sowie neue Allianzen zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren und Politikfeldern gestärkt werden.

Besonderer Förderschwerpunkt im Aufruf 2019 ist das Thema Frauen/Gender & Entwicklung (SDG 5 - Geschlechtergleichstellung). Dieser soll das vielfältige Engagement von Frauen weltweit für die Erreichung der globalen Ziele/SDGs in den Fokus rücken, aber auch Ursachen und Hintergründe von genderbasierter Diskriminierung beleuchten. Insbesondere Frauen/-initiativen aus dem globalen Süden sollen gestärkt, ihre wichtigen Beiträge zu Gesellschaft und Entwicklung sichtbar und hörbar gemacht werden. Stereotypen Männer- und Frauenbildern soll dabei entgegengewirkt sowie differenzierte Perspektiven, alternative Erzählungen und Standpunkte vor den Vorhang geholt werden. Dialoge, Begegnungen, neue Allianzen sollen initiiert werden.

Die Ermächtigung von Frauen und Mädchen auf allen Ebenen und die Gleichstellung der Geschlechter sind wesentliche Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung und Armutsreduktion weltweit und zentrale Strategien der österreichischen Entwicklungspolitik.

Bevorzugt gefördert werden Projekte, die in Kooperation mit PartnerInnen außerhalb des entwicklungspolitischen Bereichs durchgeführt werden - insbesondere Dialog- und Netzwerkinitiativen, die die Beteiligung vieler/vielfältiger Stakeholder initiieren und insbesondere junge Menschen ansprechen.

Der Einreichtermin gilt für Projekte und Programme, die ab 2020 durchgeführt werden. Im Einzelfall können Vorhaben, die noch im Lauf des Jahres 2019 beginnen und einen Laufzeitbeginn nach Datum der Einreichfrist haben, eingereicht werden.

Die Förderentscheidung wird den Antragstellenden voraussichtlich im 4. Quartal mitgeteilt werden.

Die Zusammenarbeit zwischen ProjektpartnerInnen und der Austrian Development Agency erfolgt in mehreren Schritten: Ablauf der Antragstellung und der Projektabwicklung.

Ein Leitfaden/ Hintergrund zur Genderrelevanz in der Entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung in Österreich wird ab Juni zum Download zur Verfügung stehen.